Fussball/Politik
Blockade aufgehoben: UEFA zahlt EM-Prämie an Jugoslawien aus
publiziert: Samstag, 8. Jul 2000 / 20:10 Uhr

Belgrad/Bern - Die Prämie von 7,8 Millionen Franken für die jugoslawische Fussball-Nationalmannschaft für die Erreichung der EM-Viertelsfinals ist in der Schweiz vorübergehend blockiert gewesen. Die Verfügung war vom Staatssekretarat für Wirtschaft (seco) erlassen worden.

Die Gelder wurden Ende dieser Woche wieder frei gegeben. Das seco hatte die Verfügung zur Blockierung der UEFA-Prämie für die jugoslawische Fussball-Nationalmannschaft Anfang Juli erlassen, wie der seco-Sprecher Alan Kocher am Samstag auf Anfrage der AP bestätigte.

Die Blockierung der Gelder sei aufgrund von Hinweisen von Seiten der Europäischen Union (EU) erfolgt, dass der jugoslawische Fussballverband unter der Kontrolle des Regimes von Jugoslawiens Präsident Slobodan Milosevic stehe. Unterdessen habe das seco aber neue Informationen aus Jugoslawien erhalten. Diese hätten ergeben, dass der Fussballverband nicht von der Regierung kontrolliert werde und eine private Vereinigung sei.

Die Blockierung der Gelder sei deshalb Ende dieser Woche aufgehoben worden, sagte Kocher. Das seco habe diesen jüngsten Entscheid in einem Brief dem Fussball-Weltverband FIFA und der UEFA bestätigt. Kocher betonte, dass es sich bei der Blockade der Prämie um eine Vorsichtsmassnahme gehandelt habe, um nicht gegen die eigenen Sanktionen zu verstossen. Die Schweiz hatte sich im vergangenen Jahr den Sanktionen der EU gegen Jugoslawien weitgehend angeschlossen. Branko Bulatovic, der Generalsekretär des jugoslawischen Fussballverbands, hatte zuvor gemäss einem Bericht der jugoslawische Nachrichtenagentur Beta in Belgrad erklärt, dass ein Verband den Schweizer Behörden eine detaillierte Dokumentation samt Statuten zukommen lassen wollte. Diese sollten zeigen, dass der Fussballverband unabhängig und nicht mit dem Staat verbunden ist. Laut Bulatovic hätte die in der Schweiz domizilierte UEFA das Geld bereits zuvor nach Jugoslawien transferieren wollen. Die Organisation sei aber an schweizerische Bestimmungen gebunden.

(ba/AP)

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