Blutiger Sonntag im Irak
publiziert: Sonntag, 17. Jul 2005 / 16:43 Uhr

Bagdad - Beim schlimmsten Anschlag im Irak seit Monaten sind nach Spitalangaben mindestens 85 Menschen ums Leben gekommen, mehr als 130 wurden verletzt.

Die US-Armee und die neuformierte irakische Regierung kommt mit den Aufständischen immer schlechter zurecht.
Die US-Armee und die neuformierte irakische Regierung kommt mit den Aufständischen immer schlechter zurecht.
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Der Anschlag ereignete sich am Samstagabend in Musajjib, 60 Kilometer südlich von Bagdad.

Ein Selbstmordattentäter sprengte sich in der Nähe eines belebten Gemüsemarkts bei einem Tankwagen in die Luft. Flammen griffen auf einen Wohnblock und eine schiitische Moschee über.

Dreieck des Todes

Musajjib liegt im so genannten Dreieck des Todes, wo schon zahlreiche schiitische Iraker entführt und ermordet wurden, die von Bagdad zu den heiligen Stätten der Schiiten in Kerbela und Nadschaf pilgerten.

Bei drei Selbstmordanschlägen in Bagdad kamen am Sonntag mindestens elf Menschen ums Leben. Eines der Ziele war nach Augenzeugenberichten ein Büro der unabhängigen Wahlkommission.

Anschläge gegen Polizisten

Die beiden anderen Selbstmordanschläge galten irakischen Polizisten. Bei den Anschlägen in der Hauptstadt wurden 24 Menschen verletzt.

Politische Beobachter sehen eine weitere Eskalation der Gewalt. Es lagen jedoch keine Anzeichen vor, dass Aufständische Teile Bagdads übernommen hatten. Dies hatten Extremisten zuvor auf einer Webseite im Internet behauptet.

In Bagdad wurde ausserdem die Leiche eines ranghohen Mitarbeiters des irakischen Justizministeriums aufgefunden. Bewaffnete Männer hätten den Mann vor fünf Tagen aus seinem Haus entführt.

(bsk/sda)

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