Blutiges Ende der Gefängnisrevolte
publiziert: Dienstag, 15. Mrz 2005 / 07:15 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 15. Mrz 2005 / 08:11 Uhr

Manila - Bei der gewaltsamen Beendigung eines Gefängnisaufstandes in der philippinischen Hauptstadt Manila sind 22 inhaftierte Mitglieder der radikalislamischen Terrorgruppe Abu Sayyaf getötet worden.

Wie die Polizei mitteilte, ist unter den Getöteten auch der als "Commander Robot" bekannt gewordene Galib Andang sowie zwei weitere hochrangige Rebellenführer. Andang war einer der Anführer des Abu-Sayyaf-Kommandos, das Ostern 2000 drei Mitglieder der Göttinger Familie Wallert und 18 weitere Touristen entführt hatte.

Die Sicherheitskräfte hatten das Hochsicherheitsgefängnis in einem Vorort Manilas am Morgen gestürmt, nachdem Verhandlungen über eine friedliche Beendigung des Aufstandes ohne Erfolg abgebrochen worden waren. In Fernsehbildern war Rauch über dem Gebäude zu sehen, Schüsse waren zu hören.

Immer mehr Forderungen

In dem Gefängnis sitzen rund 470 Häftlinge ein, darunter auch mehr als 100 Abu-Sayyaf-Rebellen. Die Rebellen hatten in Verhandlungen mit prominenten Politikern unter anderem persönliche Unversehrtheit und einen baldigen Prozess gefordert, was ihnen zunächst auch zugesichert wurde.

Als immer neue Forderungen erhoben wurden, scheiterten die Verhandlungen schliesslich. "Das Gefängnisgebäude wurde wieder von unseren Kräften übernommen", sagte Innenminister Angelo Reyes nach der Erstürmung. "Wir haben die Kontrolle."

Feuer eröffnet

Die Rebellen hätten das Feuer auf die Sicherheitskräfte eröffnet, als diese unter Einsatz von Tränengas das Gebäude erstürmten. Fünf Polizisten seien bei dem Einsatz verletzt worden.

Der Aufstand hatte am Montag begonnen, nachdem ein Ausbruchversuch gescheitert war. Nach Angaben der Polizei hatten die Rebellen bei der Frühstücksausgabe zunächst Wachmänner überwältigt und ihnen die Waffen abgenommen. Dabei waren bereits drei Aufseher und zwei Abu-Sayyaf-Rebellen getötet worden.

(rp/sda)

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