Blutkörperchen aus dem Labor als Ersatz für Blutspende?
publiziert: Mittwoch, 20. Aug 2008 / 22:56 Uhr

Bern - US-Forscher haben im Labor menschliche reife Rote Blutkörperchen hergestellt. Sie seien aus embryonalen Stammzellen gewonnen worden und könnten vielleicht einmal einen Teil der Blutspenden ersetzen, schreibt das britische Magazin «New Scientist».

Können Blutspenden bald ersetzt werden?
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Die Wissenschaftler um Robert Lanza vom US-Unternehmen Advanced Cell Technology (ACT) in Worcester hatten demnach menschliche embryonale Stammzellen zunächst mit speziellen Nährstoffen und Signalproteinen versorgt. So wurden sie mit der Zeit zu ausgewachsenen Blutzellen.

Das Bedeutendste dabei sei, dass diese Zellen danach ihren Zellkern ausgestossen hätten, wie sie es auch im Körper bei der Reifung tun, berichtet das Magazin. So hatten zwar einige Forscher laut «New Scientist» bereits Rote Blutkörperchen hergestellt, diese aber nie zum Ausstossen des Kerns gebracht.

Der Schlüssel der Methode

Der Schlüssel scheint zu sein, die Blutkörperchen auf bestimmten Bindegewebszellen aus dem Knochenmark wachsen zu lassen, wo sie auch gewöhnlich hergestellt werden.

Im Versuch konnten die neuen Blutkörperchen nach Forscherangaben sogar Sauerstoff transportieren. Dem Team gelang es nach eigenen Angaben, 100 Milliarden Rote Blutkörperchen herzustellen. Demnächst wollen sie die Zellen in Tierversuchen testen.

Dieser Erfolg gebe Hoffnungen darauf, einmal grosse Mengen Roter Blutkörperchen der Blutgruppen 0 herzustellen, die von keinem Empfänger einer Blutspende abgestossen werden, berichtet der «New Scientist» zudem. Dieses Blut könnte dann jedem Patienten gegeben werden, ohne vorher die Blutgruppe bestimmen zu müssen.

(dl/sda)

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