Bodenmann: Sozialdemokratie fehlen starke Figuren
publiziert: Samstag, 13. Jun 2009 / 11:20 Uhr / aktualisiert: Samstag, 13. Jun 2009 / 11:42 Uhr

Bern - Der frühere Präsident der SP Schweiz und heutige Hotelier Peter Bodenmann wirft den europäischen Sozialdemokraten Konzept- und Sprachlosigkeit vor. Sie schafften es nicht, Themen und Begriffe zu prägen, und es fehle an starken Figuren.

Kraft hat nur SP-Präsident Christian Levrat, aber auch nur in der Westschweiz, so Bodenmann.
Kraft hat nur SP-Präsident Christian Levrat, aber auch nur in der Westschweiz, so Bodenmann.
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Unter anderem darauf führt Bodenmann in einem Interview mit dem «Tages-Anzeiger» die Schlappe der Sozialdemokraten bei den Europawahlen zurück. Die Schweizer SP leidet seiner Meinung nach unter denselben Problemen.

Die Rechten seien derzeit einfach viel vitaler und beweglicher und reagierten zum Beispiel auf die derzeitige Wirtschaftskrise pragmatischer. Den Sozialdemokraten aber fehle die Kraft zum Eingeständnis, dass sie sich offenbar in wesentlichen Fragen geirrt hätten. Keiner sage, Fehler seien die Chance, gescheiter zu werden.

Wer zum Beispiel in der SF-Sendung «Arena» auftrete, «erzählt, was ihm grad so in den Sinn kommt». Dann die SP-Bundesräte: «Für was steht Moritz Leuenberger? Wofür Micheline Calmy-Rey? Für ein bisschen Piraten-Jagd?»

Er sehe und höre nichts über die Reregulierung der Finanzmärkte, über den ökologischen Umbau. Bodenmann befürchtet, «dass wir demnächst vielerorts Verhältnisse haben wie in Stuttgart, wo die Grünen mehr Stimmen machen als die SPD».

(tri/sda)

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Danke Herr Bodenmann
Danke Herr Bodenmann! Oft habe ich hier ähnliche Aussagen gemacht und wurde total zerzaust und gedeckelt. Jetzt sagt es ein eigener Top-Genosse.

Das die Sozis während der grössten Finanzkrise seit den 30ern und mit all den kapitalistischen Fehlern eine Schlappe nach der anderen in Europa einfahren, hat mich schon verwundert.

Wie vermisse ich einen Mann vom Format Hubacher!
Bodenmann
Traut sich noch, wahre Worte zu sagen.
In der SP war es spätestens nach seinem Abgang so, dass man heisse Themen nicht anfassen wollte. Man ging lieber in Bereiche, die man leichter bearbeiten konnte und bei denen man sich in einer mehrheitlich SP freundlichen Umgebung wähnte. Siehe HarmoS.

Nur werden Parteien nicht gewählt, damit sie Probleme ignorieren, sondern, dass sie diese ansprechen und Lösungen aufzeigen.
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