Boeing vor neuen Problemen nach Columbia-Katastrophe
publiziert: Sonntag, 2. Feb 2003 / 17:54 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 2. Feb 2003 / 21:17 Uhr

Chicago - Als grösster Anbieter der US-Raumfahrtbehörde NASA, wird der Absturz der Raumfähre Columbia den US-Luft- und Raumfahrtkonzern Boeing vor neue Probleme stellen.

Eine Space Shuttle im Boeing-Hanger.
Eine Space Shuttle im Boeing-Hanger.
Nach Einschätzung von John Rogers, Raumfahrtanalyst für die Investmentfirma D.A. Davidson & Co. in Portland, werden alle Anbieter in der Raumfahrtbranche die Auswirkungen der Explosion zu spüren bekommen. Es werde wohl nicht viele Investitionen in Raumfahrtprogramme geben, so lange nicht herausgefunden sei, was passiert ist.

Seit der Übernahme der Raumfahrtsparte von Rockwell im Jahr 1996 baut Boeing Raumfähren und ist zugleich über ein Join-Venture mit dem grössten US-Rüstungskonzern Lockheed Martin für die Wartung des Raumgleiters verantwortlich. Boeing baut, testet und wartet ausserdem die wichtigsten Raketenantriebe.

Sollte die jetzige Boeing-Raumfahrtflotte zu Gunsten modernerer Modelle ausgemustert werden, könnten Boeing und Lockheed nach Ansicht einiger Branchenkenner letztlich davon sogar profitieren.

Dies gelte auch, wenn die Firmen kurzfristig Einbussen für Wartungs- und Modernisierungsarbeiten hinnehmen müssten. Wenn allerdings der Auftrag an kleinere Anbieter mit Spitzentechnologie gehe, könnten Boeing und Lockheed vom Markt gedrängt werden.

Boeing kämpft zurzeit vor allem gegen den Auftragsschwund aus der zivilen Luftfahrt. Der weltweit grösste kommerzielle Flugzeughersteller der USA hat seit den Anschlägen vom 11. September 2001 rund 30 000 Mitarbeiter entlassen.

Am Donnerstag hatte Boeing einen kräftigen Gewinneinbruch für das Jahr 2002 bekannt gegeben: Der Umsatz fiel auf 54,1 Milliarden von 58,2 Milliarden Dollar im Vorjahr.

(bsk/sda)

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