Bologna-Reform gefällt mehrheitlich
publiziert: Mittwoch, 10. Mrz 2010 / 18:20 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 10. Mrz 2010 / 20:25 Uhr

Berlin - Zehn Jahre nach dem Start der Bologna-Studienreform sehen 58 Prozent der europäischen Hochschulen den eingeschlagen Weg als «sehr positiv» an. 38 Prozent räumten in einer Befragung aber ein, die Einführung der neuen Abschlüsse habe «gemischte» Resultate ergeben.

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Die ursprünglichen Ziele des Bologna-Prozesses seien häufig nicht zu identifizieren, so die Gegner.
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Nur 0,1 Prozent der Hochschulen beurteilte die Reform insgesamt als «negativ», wie eine Studie der Europäischen Rektorenkonferenz (EUA) ergab. An vielen Universitäten müssten die Studiengänge noch entschlackt und die Mobilität der Studierenden verbessert werden, kam die EUA in dem Bericht zum Schluss.

Die Wissenschaftsminister von 46 Staaten werden ab Donnerstag in Wien und Budapest eine Bilanz der Reform ziehen. Sie war 1999 auf einer Konferenz in der italienischen Hochschulstadt Bologna eingeleitet worden.

Proteste angekündigt

Studentengruppen kündigten Proteste in Wien und für Freitag einen «Bologna-Gegengipfel» an. «Der Bologna-Prozess wurde missinterpretiert, missbraucht und verdreht, um kurzfristige Ziele europäischer Regierungen durchzusetzen», heisst es in einer Erklärung der Europäischen Studenten Union.

Die ursprünglichen Ziele des Bologna-Prozesses, nämlich bessere soziale Bedingungen, einfachere Anerkennung von Abschlüssen sowie mehr Chancen auf ein Auslandsstudium seien häufig nicht zu identifizieren.

Aus Protest gegen die Reform waren im vergangenen Jahr europaweit tausende Studenten auf die Strasse gegangen und hatten zum Teil während Wochen den Unterricht blockiert.

(sl/sda)

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