Mindestens 23 Tote
Bombe auf Marktplatz in Pakistan
publiziert: Sonntag, 13. Dez 2015 / 14:09 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 13. Dez 2015 / 20:54 Uhr

Peshawar - Bei einem Anschlag auf einen belebten Markt im unruhigen Nordwesten Pakistans sind am Sonntag nach offiziellen Angaben mindestens 23 Menschen getötet worden. Etwa 50 Menschen seien verletzt worden, sagte der Polizeichef des Bezirks Kurram, Amjad Ali Khan.

3 Meldungen im Zusammenhang
Die Explosion ereignete sich in einem mehrheitlich schiitischen Gebiet von Parachinar, der Bezirkshauptstadt. Unter den Opfern seien viele Frauen gewesen, die auf dem Kleidermarkt Winterware gekauft hätten, sagte ein Ladenbesitzer.

Die militante sunnitische Gruppe Lashkar-e-Jhangvi bekannte sich zu dem Anschlag. Ein mutmasslicher Sprecher der Gruppe Lashkar-e-Jhangvi, Ali Bin Sufiyan, bezeichnete den Anschlag als Vergeltung für die Teilnahme der Schiiten am Kampf gegen den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad.

Polizeichef Khan, sagte, viele der lebensgefährlich Verletzten seien ihren Verletzungen erlegen. Anfangs war von mindestens zehn Toten und zahlreichen Verletzten in einem ernsten Zustand die Rede gewesen.

Schwere Explosion

Ein Augenzeuge, Sajjad Hussain, berichtete von einer "schweren Explosion". Der 43-Jährige, der einen an den Markt angrenzend Laden führt, sagte, die Wucht der Detonation habe ihn anderthalb Meter nach hinten geworfen. Er sei am ganzen Körper von "Fleisch und Blut" getroffen worden. Hussain selbst wurde von Metallsplittern am Bein verletzt.

Fernsehbilder zeigten hunderte Marktbesucher, die vom Explosionsort flüchteten. Die Polizei sperrte das Gelände ab. Zahlreiche Krankenwagen waren im Einsatz.

Tausende Tote

Der Bezirk in den unwegsamen Stammesgebieten an der Grenze zu Afghanistan ist bekannt für Zusammenstösse zwischen Sunniten und Schiiten. Die Schiiten machen rund ein Fünftel der 200 Millionen Einwohner Pakistans aus. Bei Angriffen und Anschlägen islamistischer Gruppen wurden in den vergangenen Jahren in Pakistan tausende Zivilisten und Sicherheitskräfte getötet.

Seit vor fast genau einem Jahr pakistanische Taliban eine von der Armee betriebene Schule in Peshawar überfallen und mehr als 130 Kinder getötet hatten, geht die pakistanische Armee verstärkt gegen die Islamisten des Landes vor. Seit Beginn der Offensive habe man 3400 Kämpfer getötet, hiess es in der Mitteilung der Armee. Die Zahl ist nicht überprüfbar.

(bert/sda)

Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
London - Grossbritannien hat ... mehr lesen
Spezialeinheit von 30 Männern soll im Kampf gegen islamistische Taliban-Kämpfer unterstützen.
Peshawar - Bei einem Angriff der pakistanischen Taliban-Rebellen auf einen Luftwaffenstützpunkt im Nordwesten des Landes sind nach Militärangaben mindestens 29 Menschen getötet worden, ... mehr lesen
Karachi - Bei einem Anschlag auf einen mit Schiiten besetzten Bus sind in ... mehr lesen
Schiiten waren in Pakistan in den vergangenen Jahren immer wieder Ziel von Anschlägen. (Symbolbild)
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Über 500 Menschen waren an der Übung beteiligt.
Über 500 Menschen waren an der Übung beteiligt.
Übung mit 500 Helfern  Mit einem simulierten Attentat im Stade de France ist am Dienstag ein Worst-Case-Szenario für die EM in Frankreich durchgespielt worden. mehr lesen 
Keine unabhängigen Informationen  Beirut - Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat ihre Offensive im Norden Syriens am Dienstag fortgesetzt. Versuche von oppositionellen syrischen Kräften, die am Freitag begonnene ... mehr lesen 1
Idlib wurde mindestens sieben Mal aus der Luft angegriffen.
Der deutsche Bundespräsident Joachim Gauck nahm an der Gedenkfeier teil.
Erster Weltkrieg  Hamburg - Zum 100. Jahrestag der Skagerrak-Schlacht haben ... mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    belustigend peinlich Das kommt schon fast in die Nähe der Verwechslung von Oekonomie mit ... Mi, 28.12.16 01:21
  • Unwichtiger aus Zürich 11
    Grammatik? Wie kann Stoltenberg denn Heute schon wissen, welche Entscheidungen am ... Sa, 22.10.16 10:59
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Der phallophile Blick eines cerebrophoben Schäfleins! Frau Stämpfli schrieb am Ende ... Mo, 26.09.16 17:32
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    phallophobe Geschichtsrückblicke "Und die grösste Denkerin des 21. Jahrhunderts? Verdient ihr Geld mit ... Sa, 13.08.16 17:48
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Alle Demonstranten gefilmt. Der Erdogan lässt doch keine Domo gegen sich zu! Die ... Di, 21.06.16 16:42
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Konzernrecht? Konzernpfusch! Was ist denn das? Konzerne werden vorwiegend von Vollidioten geführt. ... Fr, 10.06.16 17:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) kommt immer mehr unter Druck. Davon sind inzwischen auch ... Do, 02.06.16 19:22
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Mo Di
Zürich 13°C 22°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Basel 14°C 23°C wechselnd bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig sonnig
St. Gallen 12°C 18°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Bern 12°C 22°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig sonnig
Luzern 14°C 21°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Genf 12°C 22°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig sonnig
Lugano 15°C 28°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich recht sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten