Bombenanschlag in Manila fordert 8 Tote
publiziert: Freitag, 19. Okt 2007 / 10:30 Uhr / aktualisiert: Freitag, 19. Okt 2007 / 15:01 Uhr

Manila - Bei einem Bombenanschlag auf den Philippinen sind 8 Menschen getötet und mindestens 70 weitere verletzt worden. Der Sprengsatz detonierte nach Angaben der Polizei in einem Einkaufszentrum in der Hauptstadt Manila.

In Manila erschwerten Rauch und Trümmerteile den Zugang. (Archivbild)
In Manila erschwerten Rauch und Trümmerteile den Zugang. (Archivbild)
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Zunächst waren die Behörden von einer Gasexplosion in einem Restaurants ausgegangen. An dem Tatort fanden die Ermittler später aber Spuren von Plastiksprengstoff. Zu dem Anschlag bekannte sich zunächst niemand.

Die Schäden in der Glorietta Mall im schicken Geschäftsviertel Makati waren beträchtlich. Die Bombe hatte einen acht Meter grossen Krater in den Betonboden gerissen. Im Dach des zweiten Stockwerks klaffte ein Loch.

Wiederholte Anschläge von Rebellen

Durch die Wucht der Detonation stürzten einige Mauerteile von der oberen Etage des Einkaufszentrums drei Stockwerke in die Tiefe auf parkende Autos. Die Trümmer verteilten sich auf einer Fläche von 200 Quadratmetern. Zahlreiche Fensterscheiben in der Umgebung gingen zu Bruch.

In der Vergangenheit hatten Muslim-Rebellen aus dem Süden des Landes wiederholt Anschläge in der Hauptstadt verübt. So starben 2000 bei einer Serie von Explosionen mehr als 20 Menschen.

Erhöhte Alarmbereitschaft

Im Februar 2004 ertranken bei einem Anschlag auf eine Fähre mehr als 100 Menschen in der Bucht von Manila.

Die Einsatzkräfte wurden in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt, um weitere Attentate in der Hauptstadt zu verhindern. Auf den Philippinen sind unter anderem der südostasiatische Ableger des Terrornetzwerks El Kaida, die islamische Moro-Befreiungsfront und die Rebellengruppe Abu Sayyaf aktiv.

(tri/sda)

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