Bombenanschlag scharf verurteilt
publiziert: Dienstag, 1. Mrz 2005 / 07:54 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 1. Mrz 2005 / 09:22 Uhr

Bagdad - Der schwerste Bombenanschlag im Irak seit dem Einmarsch der USA ist weltweit scharf verurteilt worden. Ein Selbstmordattentäter hatte in der schiitisch dominierten Stadt Hilla mindestens 115 Menschen mit in den Tod gerissen.

Der Anschlag galt wieder rekrutierungswilligen Irakern. (Archiv)
Der Anschlag galt wieder rekrutierungswilligen Irakern. (Archiv)
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Für die US-Regierung sagte Präsidentensprecher Scott McClellan in Washington: Die Terroristen, die diesen Anschlag verübt haben, sind die Feinde des irakischen Volkes und Feinde der Hoffnungen dieser Menschen auf eine freie und friedliche Zukunft. Die Terroristen würden besiegt werden, betonte McClellan.

Der britische Premierminister Tony Blair sprach von einem Ekel erregendem Anschlag gegen unschuldige Menschen. Das britische Militär sei bereit, bei der Suche nach den Tätern zu helfen.

Annan ruft zur nationalen Aussöhnung auf

UNO-Generalsekretär Kofi Annan liess erklären, die Gewaltakte im Irak zielten immer häufiger auf die Zivilbevölkerung und seien nichts als der Versuch, die demokratischen Fortschritte zu untergraben. Annan rief alle Iraker auf, der Gewalt abzuschwören und die nationale Aussöhnung anzustreben.

Die Terrorgruppe des Jordaniers Abu Musab al-Sarkawi bekannte sich auf einer islamistischen Internetseite zu dem Anschlag in Hilla. Ob die Bekennerbotschaft echt ist, war jedoch zunächst unklar.

(fest/sda)

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