Bombenwarnung in Madrider Stadion aufgehoben
publiziert: Sonntag, 12. Dez 2004 / 23:16 Uhr

Madrid - Der Sicherheitsalarm nach einer Bombendrohung in einem Madrider Stadion ist wieder aufgehoben worden. Die Polizei habe keinen Sprengsatz gefunden, sagte ein Sprecher der Sicherheitskräfte in Marid.

Die Real Stars müssen nun nochmals auflaufen: Das Spiel wird wiederholt.
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Auch Spürhunde seien im Einsatz gewesen. Insgesamt seien 17 Taschen gefunden worden, die Zuschauer bei der Evakuierung des Stadions hatten liegen lassen. Die Polizei hob die Sicherheitssperre rund um das Stadion Santiago-Bernabeu und für die Spielstätte selbst um 21.45 Uhr MEZ wieder auf.

Die Spieler der Vereine Real Madrid und Real Sociedad, deren Begegnung wegen des Bombenalarms in der 89. Minute bei einem Stand von 1:1 abgebrochen worden war, durften wieder zurück in die Umkleidekabinen. Auch die Mitarbeitenden von Real Madrid konnten in ihre Büros zurückkehren.

70 000 Menschen evakuiert

Wegen der Bombendrohung waren rund 70 000 Menschen während des Fussballspiels aus dem Stadion evakuiert worden. Wie aus dem Club Real Madrid verlautete, hatte sich zuvor ein anonymer Anrufer bei der baskischen Zeitung Gara gemeldet und erklärt, dass sich in dem Stadion eine Bombe befinde.

Diese werde um 21.00 Uhr hochgehen. Zu einer Explosion kam es aber nicht. Gewöhnlich gibt die baskische Untergrundorganisation ETA anonyme Bombenwarnungen an die Zeitung Gara. Die ETA hatte in den vergangenen zehn Tagen zwei Anschlagsserien verübt, bei denen insgesamt fünf Menschen leicht verletzt wurden.

Am Sonntag waren zwei selbstgebaute Sprengsätze vor zwei Unternehmen im spanischen Baskenland explodiert, ohne dass jemand verletzt wurde. Die örtlichen Behörden machten die Untergrundorganisation dafür verantwortlich.

(rr/sda)

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