Bormio-SplitterDIREKTOR - GENERAL - GENERALISSIMO - GESCHÄFTSFÜHRER - HEIMGESCHICKT - GEBURTSTAG - AUTOGRAMM - VERMISST - EHRE
(bert/Si)

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Silvan Zurbriggen war heute wütend.
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| DIREKTOR. Ob Ingrid Deltenre wohl um ihren Job bangt? Da taucht unvermittelt einer in Bormio auf, wird akkreditiert als TV-Direktor und ist allein von seiner Ausstrahlung her ein «Chef», von dem man Respekt hat. Damit Pirmin Zurbriggen wirklich alle Türen offen stehen, erhielt er in Bormio den Titel «Direktor» auf der Akkreditierung vermerkt.
GENERAL. Kaum war Pirmin Zurbriggen in Bormio, kam OK-Chef Bebbe Bonseri auf den Zermatter zu, kontrollierte seine grüne Akkreditierungskarte und stellte befriedigt fest: «Da brauche ich mich nicht mehr einzuschalten. Du hat sämtliche sämtliche notwendigen Codes, um überall hinzugehen -- wie ein General.»
GENERALISSIMO. Noch einer bekam so eine Akkreditierung, auf der praktisch alle 20 Quadrate der Akkreditierung ausgefüllt waren, wie sie eigentlich nur dem FIS-Präsidenten vorbehalten sind -- Lauberhorn-Vize Fredy Fuchs.
Fast war es ihm peinlich, weil die Ausweise seine Kitzbüheler Kollegen Toni Sailer und Peter Obernauer nur mit einem einzigen Quadrat versehen waren. Wenigstens in dieser Beziehung sind die Schweizer den Österreichern noch einen Schritt voraus.
GESCHÄFTSFÜHRER. Am Freitag ging ein kurzes Kapitel Lauberhorn-Geschichte zu Ende. Oliver Tamas, der Geschäfsführer des Wengener Kultanlasses, hatte seinen Letzten.
Im «gegenseitigen Einvernehmen» haben sich die Lauberhorn-Granden Victor Gertsch und Fredy Fuchs von Tamas getrennt, der erst am 1. September seinen Dienst aufgenommen hatte. Dabei hatte er noch vor drei Wochen in der Migros-Zeitung als neuer Lauberhorn-Boss posiert...
HEIMGESCHICKT. «Mach, dass Du wegkommst». Mit diesen Worten schickte Zurbriggen I Zurbriggen II nach Hause, und fügte an: «Sonst wirst du auch noch reingezogen.» Pirmin Z. empfahl Silvan Z. die vorübergehende Rückreise ins Wallis. «Der hatte», so Pirmin Z., «eine brutale Wut im Bauch». Warum? Pirmin Z., diplomatisch wie in alten Zeiten: «Nicht wegen der Kombination...».
GEBURTSTAG. Schon vor 20 Jahren wurde am 4. Februar im Hotel Funivia eine Geburtstagstorte serviert. Empfänger damals: Pirmin Zurbriggen. Auch diesmal wurde eine Torte aufgetischt, aber ohne Kerzen.
46 hätten darauf wahrscheinlich gar nicht Platz gehabt. Und Cheftrainer Martin Rufener hatte am Vorabend der WM-Abfahrt auch kaum richtig Zeit, seinen 46. Geburtstag zu feiern.
AUTOGRAMM. Bormio ist Zurbriggen-Territorium. Dass musste selbst einer wie Bernhard Russi akzeptieren. «Herr Zurbriggen», wurde Russi von einer Dame angegangen, «geben sie mir doch bitte ein Autogramm». Der TV-Kommentar konnte mit dieser Verwechslung leben. Wie er wohl reagiert hätte, wenn die Dame ihn angesprochen hätte: «Herr Müller, ...».
VERMISST. Kurz vor Abschluss des Abfahrtstrainings wurde plötzlich ein Rennfahrer vermisst. Der Engländer Roger Cruickshank, der gerne Air-Force-Pilot werden möchte, wurde wegen eines Sturzes eines vor ihm gestarteten Fahrers abgewunken und mit dem «Skidoo» wieder hinaufgefahren. Dabei versagte der Motorschlitten in einer Waldschneise seinen Dienst, und der Skidoo-Pilot hatte kein Funkgerät. Mit dem Helikopter wurde nach den beiden eine Suchaktion gestartet.
EHRE. Längere Zeit musste das Abfahrtstraining unterbrochen werden, bis man den «vermissten» Roger Cruickshank gefunden hatte. Und als er endlich auftauchte, durfte er als Zweitletzter nochmals auf die Strecke. Prompt stürzte er, und auch der letzte Fahrer, Alexander Horoschilow, musste abgewunken werden. Wieder Unterbruch, Heraufbeförderung an den Start, diesmal mit dem Helikopter -- soviel Ehre war dem Russen noch nie zuteil geworden.
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