Opposition immer noch nicht bereit
Brahimi glaubt nicht an Syrien-Konferenz im Juli
publiziert: Dienstag, 25. Jun 2013 / 14:06 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 25. Jun 2013 / 20:41 Uhr
Brahimi bezweifelt den Termin sehr, sagte er am Dienstag vor den Medien in Genf. (Archivbild)
Brahimi bezweifelt den Termin sehr, sagte er am Dienstag vor den Medien in Genf. (Archivbild)

Genf - Der Sonderbeauftragte der UNO und der Arabischen Liga für Syrien, Lakdhar Brahimi, hält eine internationale Syrien-Konferenz im kommenden Monat für unwahrscheinlich. «Offen gesagt, ich bezweifle, dass die Konferenz im Juli stattfindet», sagte Brahimi in Genf.

4 Meldungen im Zusammenhang
Zur Begründung verwies Brahimi am Dienstag unter anderem auf die Zerstrittenheit der syrischen Opposition. Er äusserte sich vor dem Beginn einer weiteren Gesprächsrunde hochrangiger Regierungsvertreter der USA und Russlands zur Vorbereitung der Syrien-Konferenz. Diese war im Mai von den Aussenministern beider Länder vorgeschlagen worden. Zu den erklärten Zielen gehört die Vereinbarung eines Waffenstillstands und die Bildung einer Übergangsregierung in Damaskus.

Ursprünglich hatte die Konferenz spätestens im Juni stattfinden sollen. Bislang konnte sich die Opposition jedoch nicht darauf einigen, wer sie in Genf vertreten soll. Zudem fordern Teile der Rebellen einen Rücktritt des Präsidenten Baschar al-Assad als Vorbedingung, was von der Regierung in Damaskus zurückgewiesen wurde.

Konstruktive Gespräche erwartet

Brahimi sagte, er erwarte dass die neue Gesprächsrunde mit den USA und Russland "konstruktiv" verlaufen werde. Jedoch sei kaum damit zu rechnen, dass alle noch offenen Fragen schnell schon bald gelöst werden können. Er verwies auch darauf, dass die Opposition am 4. und 5. Juli erneut versuchen wolle, eine einheitliche Position zu Friedensverhandlungen zu finden.

Brahimi begrüsste die Erklärung des syrischen Aussenministers Walid al-Muallim, wonach dessen Regierung bereit sei, an Verhandlungen in Genf teilzunehmen. Der Minister hatte kürzlich erklärt, Damaskus sei bereit, dort über eine "echte Partnerschaft" mit der Opposition zu verhandeln. "Das ist gut und ich begrüsse das", sagte Brahimi.

Für und gegen Teilnahme des Irans

Bei den Gesprächen hinter verschlossenen Türen ging es nach Angaben von Diplomaten erneut auch darum, wer ausser der syrischen Regierung und den Rebellen an der Friedenskonferenz teilnehmen soll. Russland beharrte bislang darauf, dass die mit dem Assad-Regime verbündete Regierung des Iran dabei müsse. Dies lehnen die USA bislang strikt ab.

"Daran scheitert vieles, ohne Einigung in dieser Frage ist keine Konferenz denkbar", sagte ein mit den Gesprächen vertrauter westlicher Diplomat, der namentlich nicht genannt werden wollte.

Russland wurde wie bei der ersten Genfer Verhandlungsrunde durch seine beiden Vizeaussenminister Michail Bogdanow und Gennadi Gatilow vertreten. Für die USA nahm wiederum die Staatssekretärin im Washingtoner Aussenministerium, Wendy Sherman, teil.

 

(fest/sda)

Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Mit heftigen Luft- und Artillerieangriffen versucht die syrische Armee die Kontrolle über die ganze Stadt Homs zu erlangen.
Damaskus - Die syrische Armee hat ... mehr lesen
Damaskus - Die Vorbereitungen für ... mehr lesen
Baschar al-Assad hat seine Teilnahme bereits zugesagt. (Archivbild)
Laut UNO-Sondergesandte Brahimi ist es noch zu früh für eine Syrien-Konferenz. (Archivbild)
Genf - Für eine internationale ... mehr lesen 1
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Über 500 Menschen waren an der Übung beteiligt.
Über 500 Menschen waren an der Übung beteiligt.
Übung mit 500 Helfern  Mit einem simulierten Attentat im Stade de France ist am Dienstag ein Worst-Case-Szenario für die EM in Frankreich durchgespielt worden. mehr lesen 
Keine unabhängigen Informationen  Beirut - Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat ihre Offensive im Norden Syriens am Dienstag fortgesetzt. ... mehr lesen   1
Idlib wurde mindestens sieben Mal aus der Luft angegriffen.
Erster Weltkrieg  Hamburg - Zum 100. Jahrestag der Skagerrak-Schlacht haben Deutschland und Grossbritannien am Dienstag gemeinsam der tausenden Toten des grössten Seegefechts der Geschichte gedacht. mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    belustigend peinlich Das kommt schon fast in die Nähe der Verwechslung von Oekonomie mit ... Mi, 28.12.16 01:21
  • Unwichtiger aus Zürich 11
    Grammatik? Wie kann Stoltenberg denn Heute schon wissen, welche Entscheidungen am ... Sa, 22.10.16 10:59
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Der phallophile Blick eines cerebrophoben Schäfleins! Frau Stämpfli schrieb am Ende ... Mo, 26.09.16 17:32
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    phallophobe Geschichtsrückblicke "Und die grösste Denkerin des 21. Jahrhunderts? Verdient ihr Geld mit ... Sa, 13.08.16 17:48
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Alle Demonstranten gefilmt. Der Erdogan lässt doch keine Domo gegen sich zu! Die ... Di, 21.06.16 16:42
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Konzernrecht? Konzernpfusch! Was ist denn das? Konzerne werden vorwiegend von Vollidioten geführt. ... Fr, 10.06.16 17:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) kommt immer mehr unter Druck. Davon sind inzwischen auch ... Do, 02.06.16 19:22
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Stellenmarkt.ch
Der Remoteserver hat einen Fehler zurückgegeben: (500) Interner Serverfehler.
Source: http://www.auktionen.ch/ajax/top5.aspx?ID=0&col=COL_3_1
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Sa So
Zürich -2°C 3°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig wechselnd bewölkt
Basel -3°C 8°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig wolkig, aber kaum Regen
St. Gallen -1°C 7°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig wechselnd bewölkt
Bern -3°C 3°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig wechselnd bewölkt
Luzern -2°C 4°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig wechselnd bewölkt
Genf 0°C 4°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig wolkig, aber kaum Regen
Lugano 1°C 7°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wolkig, wenig Schnee
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten