Brand in Bündner Asyl-Zentrum wurde gelegt
publiziert: Montag, 16. Jul 2012 / 18:51 Uhr
Gottseidank war beim Brand kein Asylbewerber im Container anwesend.
Gottseidank war beim Brand kein Asylbewerber im Container anwesend.

Landquart GR - Das Asyl-Minimalzentrum Waldau in Landquart ist am letzten Sonntag mutwillig angezündet worden. Der anfängliche Verdacht auf Brandstiftung hat sich laut der Polizei erhärtet. Es ist möglicherweise schon das zweite Mal, dass die Wohncontainer-Siedlung angezündet wurde.

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Beim aktuellen Brand war das Feuer an mindestens zwei Orten gleichzeitig ausgebrochen. «Die Ermittlungen konzentrieren sich nun auf die Brandstiftung», sagte Polizeisprecher Thomas Hobi gegenüber der Nachrichtenagentur sda. Noch offen sei, ob als Täter Bewohner des Zentrums in Frage kommen oder andere Personen.

Die Brandmeldung war am Sonntag kurz nach 3 Uhr morgens bei der Kantonspolizei Graubünden eingegangen. Bei der Ankunft von Feuerwehr, Rettungskräften und Polizei waren zwei der fünf Container bereits vollständig ausgebrannt, und das Feuer hatte auf die drei anderen Wohncontainer übergegriffen.

Das für maximal achtzehn Bewohner ausgelegte Minimalzentrum war mit nur vier Personen belegt. Diese hielten sich zum Zeitpunkt des Brandes allerdings nicht im Zentrum auf, so dass es zu keinen Personenschäden kam. «Die Bewegungsfreiheit ist in Waldau uneingeschränkt», erklärte George Carl, Leiter des Bündner Asylwesens, diesen Umstand auf Anfrage.

Leistungen gemäss Nothilfe

Im Minimalzentrum werden gemäss Carl abgewiesene Asylbewerber untergebracht und solche, die in anderen Zentren wegen ihrem Verhalten nicht tragbar sind. Waldau ist die einfachste Einrichtung für Asylsuchende in Graubünden. Es deckt nach Angaben des Asylchefs aber auf jeden Fall die menschlichen Grundbedürfnisse ab. Die Leistungen seien durch die Nothilfe definiert.

In der Siedlung hatte es schon einmal gebrannt. 2006 stand ein Wohncontainer in Flammen. Wegen Verdachts auf Brandstiftung wurde ein Bewohner verhaftet. Die Tat konnte aber nicht bewiesen werden, wie der Mediensprecher der Staatsanwaltschaft Graubünden, Daniel Spadin, erklärte. Ein technischer Defekt konnte nicht ausgeschlossen werden.

(fest/sda)

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