Brechdurchfall wegen Erdbeeren aus China
publiziert: Freitag, 5. Okt 2012 / 21:27 Uhr
Gefrorene Erdbeeren sollten vor dem Verzehr erhitzt werden. (Symbolbild)
Gefrorene Erdbeeren sollten vor dem Verzehr erhitzt werden. (Symbolbild)

Berlin - Tiefgefrorene Erdbeeren haben wahrscheinlich den massenhaften Brechdurchfall in Ostdeutschland mit mehr als 11'000 Erkrankten ausgelöst. Diesen Verdacht gab am Freitag das deutsche Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) bekannt.

Wir kommen zu Ihnen, damit Sie zuhause bleiben können
"Wir sind bei den Ermittlungen einen grossen Schritt vorangekommen", sagte auch Holger Eichele, Sprecher des Bundesministeriums für Ernährung. Ein Labor-Nachweis stehe allerdings noch aus. "Er ist sehr schwierig zu erbringen." Auch am Wochenende werde mit Hochdruck weiter in den Labors gearbeitet.

Studien in mehreren Bundesländern "zeigen einen starken und statistisch signifikanten Zusammenhang zwischen dem Verzehr von Erdbeerspeisen, die aus tiefgefrorenen Erdbeeren einer Charge zubereitet wurden, und den Erkrankungen an Brechdurchfall", teilten das BVL, das Robert Koch-Institut und das Bundesinstitut für Risikobewertung gemeinsam mit.

"Es handelt sich um einen lebensmittelepidemiologischen Befund - wie bei EHEC", sagte Eichele.

Aus Kreisen der Lebensmittelfahnder hiess es, die verdächtigen Erdbeeren stammten vermutlich aus China. Ein Grosshändler habe sie tiefgekühlt an Grossküchen der Firma Sodexo mit Sitz im hessischen Rüsselsheim und zwei weiteren Anbietern von Schul- und Kantinenessen geliefert. Das sei eine sehr heisse Spur.

Nicht vollständig erhitzt

Zu den Infektionen sei es wahrscheinlich in Einrichtungen gekommen, die diese Tiefkühlware vor dem Servieren als Nachspeise nicht vollständig erhitzt hätten. Wenn gefrorene Erdbeeren nur aufgetaut oder zu schwach erhitzt würden, könnten nicht alle Keime sicher abgetötet werden. Noroviren gelten zum Beispiel als besonders kälteresistent und hitzebeständig.

In Ostdeutschland sind nach den jüngsten Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) bisher rund 11'200 Menschen an Brechdurchfall erkrankt, vorwiegend Kinder und Jugendliche. Bis auf Sachsen ist die Welle nach einem Höhepunkt zwischen dem 25. und 28. September aber wieder abgeebbt.

Bei den meisten Patienten in Ostdeutschland verlief die Infektion unkompliziert. 32 Patienten kamen allerdings in ein Krankenhaus, die meisten in Brandenburg (19). Das RKI wertet den Ausbruch insgesamt als die bisher grösste lebensmittelbedingte Krankheitswelle in Deutschland.

(bert/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Transparenter CH Medikamentenpreisvergleich
Wir kommen zu Ihnen, damit Sie zuhause bleiben können
Ankommen. Ausatmen. Eintauchen.
Seerose Resort & Spa
Seerosenstrasse 1
5616 Meisterschwanden
Massagepraxis Zürich-Oerlikon
Alexa Gesundheitsmassagen
Schwamendingenstrasse 36
8050 Zürich-Oerlikon
Akupunktur, Tuina, Massage, Laserakupunktur, Taping
Führende Frauen sind stärker von Depressionen betroffen.
Führende Frauen sind stärker von Depressionen betroffen.
Bei Männern verringert Autorität die Symptome  Austin - Frauen in Führungspositionen neigen eher zu Depressionen als Männer, wie eine Studie der University of Texas at Austin besagt. 
«Schweiz am Sonntag»: Personen mit Migrationshintergrund wählen vermehrt links, wie aus einer Studie hervorgeht.
Über Asylzahlen, Schweinekeime und «Gender»-Rollen Bern - Die Sonntagspresse veröffentlicht vertrauliche Zahlen zum Schweizer Asylwesen und Informationen zu einem ...
Neues Antibiotikum in Pferdemist-Pilz entdeckt Zürich - Forschende der ETH Zürich haben ein mögliches neues Antibiotikum entdeckt - auf Pferdemist. ...
Wirkstoff auf Pferdemist soll Bakterien abtöten - die Wirkung ist vergleichbar mit einem klassischem Antibiotikum.
Titel Forum Teaser
  • Kassandra aus Frauenfeld 1065
    Die Musen sterben! Es wäre ja eine schöne Sache, wenn alle Waren der Welt überall frei ... Sa, 22.11.14 20:28
  • LinusLuchs aus Basel 48
    Demokratie im Niedergang? Ihre Überlegungen finde ich absolut plausibel und sehr spannend, ... Sa, 22.11.14 11:32
  • Kassandra aus Frauenfeld 1065
    Kapitalismus im Niedergang? Ich möchte mich mal nur auf den Schluss ihres Beitrages konzentrieren, ... Fr, 21.11.14 18:36
  • LinusLuchs aus Basel 48
    Inquisition Reloaded Das Festhalten am Bekannten, Bewährten und damit am Sicheren, ... Fr, 21.11.14 13:45
  • jorian aus Dulliken 1521
    Die verdammten Fakten Warum heisst Grönland Grönland? Warum kann man in Schottland keinen ... Fr, 21.11.14 04:03
  • Kassandra aus Frauenfeld 1065
    Ideologische Scheuklappen? Sie haben wohl Recht, LinusLuchs, wenn Sie bezüglich der Aussage "„Dass ... Do, 20.11.14 18:34
  • Kassandra aus Frauenfeld 1065
    Das kann ich aus meinem Berufsleben unbedingt bestätigen. Mitarbeiter im Verkauf und den ... Do, 20.11.14 00:51
  • LinusLuchs aus Basel 48
    Neoliberalismus keine Ideologie? Patrik Etschmayer war bei diesem Satz wohl einen Moment etwas ... Mi, 19.11.14 13:18
Christian Schaffner ist Executive Director vom Energy Science Center (ESC) an der ETH Zürich.
ETH-Zukunftsblog Chancen und Risiken im Energiesektor Mit der Energiestrategie 2050 will der Bund das ...
Medizin Jobs und Jobs Gesundheitswesen
Übrigens: Hier könnte auch Ihr Unternehmen gefunden werden.
Erfassen Sie zuerst Ihr kostenloses Firmenporträt! Mit dem Firmenporträt präsentieren Sie Ihr Unternehmen und Ihre wichtigsten Dienstleistungen schnell und einfach auf dem wichtigsten KMU-Marktplatz der Schweiz.
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
MO DI MI DO FR SA
Zürich 12°C 14°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Basel 6°C 12°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
St.Gallen 5°C 15°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Bern 7°C 11°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Luzern 7°C 12°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Genf 8°C 12°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Lugano 8°C 11°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
mehr Wetter von über 6000 Orten