Breites Bündnis verlangt flexibles Rentenalter
publiziert: Montag, 6. Okt 2008 / 11:39 Uhr

Bern - Ein breites Bündnis von Gewerkschaften und Arbeitnehmerverbänden stellt sich hinter die AHV-Initiative. Das Versprechen eines flexiblen Rentenalters für alle müsse endlich eingelöst werden.

Paul Rechsteiner meint, normale Arbeitnehmer könnten sich keine vorzeitige Rente leisten.
Paul Rechsteiner meint, normale Arbeitnehmer könnten sich keine vorzeitige Rente leisten.
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Die Frühpensionierung sei heute das Vorrecht der höheren Einkommen, sagte Paul Rechsteiner, Präsident des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes (SGB) und SP-Nationalrat, vor den Medien in Bern. Normale Arbeiter und Angestellte könnten es sich nicht leisten, vorzeitig in Rente zu gehen. Das sei ungerecht.

Deshalb habe der SGB die Initiative «für ein flexibles Rentenalter» lanciert: Personen mit Einkommen unter unter 120'000 Franken sollen sich ab 62 Jahren ohne Kürzung der AHV pensionieren lassen können. Volk und Stände stimmen am 30. November darüber ab.

Martin Flügel, Präsident von Travail.Suisse, erinnerte daran, dass der Bundesrat versprochen habe, das flexible Rentenalter in die 11. AHV-Revision aufzunehmen. «Doch die Revision wurde eine reine Sparvorlage.» In der Folge hatten die Gewerkschaften das Referendum ergriffen; die Vorlage wurde im Jahr 2000 an der Urne abgelehnt.

Der ehemalige Direktor des Bundesamt für Sozialversicherungen, Otto Piller, sagte vor den Medien, dass die zusätzlichen Kosten für die AHV sehr wohl verkraftbar wären. Piller rechnet mit der Einführung eines flexiblen Rentenalters mit Mehrkosten von rund 800 Millionen Franken.

Bundesrat und Wirtschaft rechnen mit Mehrkosten

Der Bundesrat und die Wirtschaft rechnen hingegen mit Mehrkosten von 1,5 Millarden Franken. Die Wirtschaftsverbände engagieren sich gemeinsam in einem Nein-Komitee gegen die AHV-Initiative. Sie befürchten, dass die angestrebte Flexibilisierung einer generellen Senkung des Rentenalters gleichkommt.

Im Ja-Komitee sind neben den beiden Dachverbänden SGB und Travail.Suisse rund dreissig Einzelgewerkschaften und Arbeitnehmerverbände.

(dl/sda)

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Nochmals eine Bemerkung ...
Dass ein "Normalverdiener" eine "Normalverdienerin" sich bereits mit 62 Jahren pensionieren lassen könnte, würde heissen, dass KEINE Kürzung der Leistungen erfolgen müsste, weil sonst die ausbezahlte Pension schlicht zu klein wäre!
Dies gilt sowohl für die AHV-Rente, wie für die Pensionskassenrente!

Die nicht wenigen Gutverdienenden können es sich hingegen doch sehr viel leichter "leisten", etwas weniger Rente zu erhalten und ... dafür mit (ähem...) 60 in Rente zu gehen!

Von der viel davon gesprochenen Solidarität sehe ich (immer noch) wenig!

WAS ES DOCH FÜR UNTERSCHIEDE GIBT - IN DIESER SCHWEIZ ...!

Ungerecht ist es allemal - in der so gerechten Schweiz! *hirn
Das ist ja das Eigenartige an dieser Sache ....!
Es sind zig-zehntausende von Leuten in der Schweiz, die verdienen sehr gut und können sich demnach auch eine 2. und 3. Pensionkassensäule aufbauen, so dass sie im Pensionsalter genug Rente erhalten - jedenfalls mehr, als jeder Durchnittsverdiener!

Zwischenbemerkung: Dass die Durchschnittslöhne der Arbeitnehmer so bei (wenn ich mich recht erinnere) Fr. 7' - 8'000.-- liegen sollen, ist wohl eine bewusst vor einiger Zeit gestreute Falschmeldung (schlicht eine Lüge, denke ich!), um das Volk zu veranlassen zu schweigen ...

Und dass es sehr viele Rentner geben soll, die mehr als eine Million Franken Vermögen ausweisen, wird so schlicht auch nicht stimmen. Ich und viele mit Bekannte sagen das selbe. Wir fragen uns, wer und wo denn diese reichen Rentner sein sollen ...

Vielleicht auch ein gesponsertes Propagandaprodukt eines oder von mehreren der reichen Oligarchen (National- oder anderer -räte) ... Jüngst ja sehr intensiv immer wieder in den Medien genannt ...?

Ähnliche Meldungen erfolgten in jüngster Zeit ja auch ... Der arbeitende Normalverdiener, den ich in meiner Umgebung kenne, liegt doch eher auch im "Normalbereich" der arbeitenden Bevölkerung und erzielt ein Einkommen ungefähr von Fr. 50' - 60'000.--. Das heisst monatlich brutto, VOR Abzug der Steuern ca. 4'100 - 5'000.--.

Sehr viele liegen aber noch darunter - da hilft dann die Partnerin, allenfalls der Partner noch als ZweitverdienerIn mit ....

Die AHV ist ja so klein, dass alleine damit kaum gelebt werden kann ... Alleinlebende Einzelverdiener sowieso nicht!

Die heute ergänzende Pensionkasse hilft da etwas dazu. Damit aber lebt es sich dennoch in Pension sehr .... bescheiden ...

Für sehr gut Verdienende sieht die Sache dann ganz anders aus ... Da lebt es sich gut. Aber so viele sind es dennoch nicht, wie man allegemein meint.

Wichtigste Kriterien scheinen mir dabei auch zu sein, ob noch Vermögen da ist, das unterstützend hilft und man ein eigenes Haus oder eine Eigentumswohnung besitzt, das/die stark abbezahlt ist, so dass der Eigen-Mietzins KLEIN ist.

Dann lässt es sich auch mit einer kleineren Pension besser bis komfortabel leben ... Aber dann war in der Regel das Einkommen halt auch weit höher, als bei "Normalverdienern"!

Fazit aus meiner Sicht:

- Die "Gutverdienenden" können sich auf eine komfortable Rente freuen, sogar mit Frühpensionierung ohne gross spürbare Kürzung. Es reicht immer noch recht angenehm zum Leben!

- Diejenigen, die nicht zu diesen Gutverdiendenden gehören, aber AUCH UND GERADE EBEN unverzichtbare Arbeit geleistet haben, wie z.B. wichtiges nicht diplomiertes, aber dennoch gut ausgebildetes Pflegepersonal, Servicepersonal, Handwerker, Chauffeure, Verkaufspersonal, usf. können sich "nur" darauf freuen, dass sie jetzt nicht mehr z.B. den Launen der diversen Chefinnen und Chefs ausgeliefert sind ... und wenigstens ausschlafen können ...

Zum Schluss: Ich weiss, es gibt auch Ausnahmen! Wenige ...
flexibles Rentenalter
Dass es Personen gibt, die genug haben, sollte berücksichtigt werden. Einfach weniger Geld ins Ausland schicken, dann klappt es mit der Finanzierung.
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