Pro-Komitee für Managed Care ist breit abgestützt
Breites Komitee wirbt für Managed Care
publiziert: Freitag, 27. Apr 2012 / 19:34 Uhr

Bern - Mit Managed Care wird die Betreuung der Patienten «sicherer, besser und günstiger». Dies ist das Kernargument einer breiten Allianz von Gesundheitspolitikern aller Parteien, die für ein Ja zur Revision des Krankenversicherungsgesetzes wirbt. Die Vorlage am 17. Juni zur Abstimmung.

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Dank integrierten Versorgungsnetzen - bei denen sich Hausärzte, Spezialärzte und etwa Physiotherapeuten zum Zweck der Koordination der medizinischen Versorgung zusammenschliessen - würden teure Doppelspurigkeiten und Mehrfachbehandlungen vermieden, sagte EVP-Nationalrätin Maja Ingold (ZH). Dies zahle sich insbesondere für Chronischkranke aus.

Laut FDP-Nationalrat Ignazio Cassis (TI) gibt es auch weniger Missverständnisse und Komplikationen. Die Patientensicherheit werde steigen, sagte der frühere Tessiner Kantonsarzt.

Kostenexplosion dämpfen

Unter dem Strich soll die höhere Behandlungsqualität und der Rückgang von Doppelspurigkeiten die Kostenexplosion im Gesundheitswesen dämpfen, wie SVP-Nationalrat Toni Bortoluzzi (ZH) sagte. Allein 6 Prozent aller Spitaleintritte würden heute aufgrund von Behandlungsfehlern erfolgen, welche teure Nachbehandlungen erforderten.

Nach Ansicht des Komitees gleichen diese Vorteile den Umstand aus, dass die Patienten in einem solchen Modell die freie Arztwahl aufgeben müssen.

Die Vertreter der bürgerlichen Parteien SVP, FDP, CVP, GLP, BDP und EVP, aber auch vereinzelten Vertreter der SP und der Grünen finden es richtig, dass die Versicherten mit einem Bonus-/Malus-System in Managed-Care-Versicherungsmodelle gelockt, respektive gedrängt werden sollen.

Für differenzierten Selbstbehalt

Das Instrument dazu ist ein differenzierter Selbstbehalt: Nur Managed-Care-Versicherte sollen wie heute über ihre Franchise hinaus 10 Prozent Selbstbehalt auf den Arztrechnungen bezahlen. Als Zückerchen soll der Selbstbehalt für diese Versicherten auf 500 Franken gedeckelt werden. heute beträgt dieser 700 Franken.

Wer seinen Arzt hingegen weiterhin frei wählen will, muss einen Selbstbehalt von 15 Prozent bezahlen. Ausserdem wird der Deckel auf 1000 Franken angehoben.

Unter anderem wegen dieses Malus-Systems für Nicht-Managed-Care-Versicherte haben Ärzteverbände und Gewerkschaften das Referendum ergriffen, das auch von den Delegierten der SP unterstützt wird. Die Grünen beschlossen Stimmfreigabe.

Die Budgetmitverantwortung für die Ärzte soll Anreize setzen, «Patienten optimal und nicht maximal zu versorgen», so die Befürworter. Die Gegner befürchtet dagegen, dass das Gegenteil eintrifft und Ärzte aus Budgetgründen auf nötige Behandlungen verzichten.

(alb/sda)

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