Attentäter Breivik fordert Internet-Zugang
Breivik stellt Forderungen für Aussagen über «Zellen»
publiziert: Dienstag, 26. Jul 2011 / 21:33 Uhr
Anders Behring Breivik gestand, die Anschläge in Oslo begangen zu haben.
Anders Behring Breivik gestand, die Anschläge in Oslo begangen zu haben.

Oslo - Der inhaftierte norwegische Attentäter Anders Behring Breivik stellt für Aussagen über angebliche Mittäter Forderungen an die Polizei.

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"Es waren verschiedene Forderungen. Einige dieser Forderungen konnten wir ganz unmöglich erfüllen", sagte der Sprecher der Osloer Kriminalpolizei, Pål Hjort Kraby, am Dienstagabend in der Online-Ausgabe der Zeitung "Verdens Gang".

Breivik hatte bei seinen Anschlägen in Oslo und auf der Insel Utöya am Freitag mindestens 76 Menschen getötet. Bei Polizeiverhören und vor dem Haftrichter behauptete er, dass es zwei "Zellen" mit Gleichgesinnten gebe, mit denen er zusammengewirkt habe.

Zugang zum eigenen Computer gefordert

Nach unbestätigten Medienangaben soll der geständige Attentäter unter anderem Zugang zu einem eigenen Computer mit dem von ihm verfassten, 1500 Seiten umfassenden "Manifest" sowie dem Online-Lexikon Wikipedia verlangt haben.

Nach Krabys Angaben stellte der an einem geheimen Ort in Untersuchungshaft einsitzende Attentäter auch Forderungen zum Essen. Der zuständige Haftrichter hatte am Montag acht Wochen Untersuchungshaft verhängt, davon die ersten vier Wochen mit völliger Kontaktsperre abgesehen vom Verteidiger und der Polizei.

Geisteskrank

An einer Pressekonferenz erklärte Breiviks Anwalt Geir Lippestad, der Fall lege die Vermutung nahe, dass sein Mandant geisteskrank sei.

Der 32-jährige Anders Behring Breivik habe seine Anschläge als "notwendig" bezeichnet, da er sich im Krieg befinde. Auch sei er überzeugt, dass seine "Operation" nach Plan verlaufe. Die Zahl der Toten sowie die öffentlichen Reaktionen auf das Massaker seien ihm nicht bewusst, sagte Lippestad.

Der Attentäter nahm den Angaben zufolge Drogen, um während seiner Tat "stark, effizient und wach" zu sein.

Verbrechen gegen die Menschlichkeit

Norwegens Justiz will den Attentäter Anders Behring Breivik möglicherweise wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit anklagen. Der Rechtsradikale könnte dann zu 30 Jahren Haft verurteilt werden - statt zu maximal 21 Jahren nach dem Terrorparagrafen im Strafgesetzbuch.

Trotz zunehmender Kritik am Einsatz der Polizei während des Doppelanschlags nahm die Regierung die Polizei in Schutz. Sie habe "eine fantastische Arbeit" geleistet, sagte Justizminister Knut Storberget vor Journalisten.

Unterdessen wurde bekannt, dass Breivik in seinem "Manifest" auch mögliche Anschlagsziele in der Schweiz aufgeführt hat. Genannt sind beispielsweise die Raffinerien von Cressier und Collombey sowie die Atomkraftwerke von Beznau, Gösgen, Leibstadt und Mühleberg.

Lob von französischem Rechtspolitiker

Einem Vertreter der französischen Rechtspartei Front National (FN) droht eine Strafanzeige, weil er sich anerkennend über den norwegischen Attentäter Anders Behring Breivik geäussert hat.

Auf Coutelas Internettagebuch war zu lesen gewesen, Behring Breivik sei "ein Widerstandskämpfer, eine Ikone", weil er "gegen die muslimische Invasion" kämpfe.

"Ich habe diese Äusserungen nicht geschrieben", sagte Coutela. "Ich habe sie im Internet gefunden und in meinen Blog eingestellt, um zu informieren."

(fest/sda)

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Sie machen auch Angst
Ihre Worte zeugen von einer ähnlich verschrobenen und hasserfüllten Überzeugung. Ich hoffe nur darauf, dass Sie zu anständig oder wenigstens zu feige sind, irgendwann auch los zu ballern.
nächstes mal...
diese Leute leben davon, dass man sie beachtet. Zurzeit ist es so, dass es wieder passiert, aber nur um die Gesellschaft auf irgend eine Weise zu beeindrucken. Aber ich bin sicher, dass es weniger wird, wenn man keine "Werbung" für diese Schwachsinnigen macht. Vergessen müssen wir dabei nichts.
Bis zum nächsten Mal
Gut, tun wir das was Sie vorschlagen.

Und beim nächstem Mal? Wenn der nächste "Irre" aus der rechten Szene zuschlägt?

Wieder vergessen, nicht erwähnen, nicht beachten?

Und beim übernachsten Mal???

Und sollten wir demnach nicht auch gleich verfahren bei den Anschlägen von radikalen islamistischen Terroristen? Vergessen, nicht erwähnen, nicht beachten?
christlich...
auch die Christen haben im Namen Gottes gemordet....
Christlich zu sein ist für einen aufrichtigen und menschlichen Menschen ebenso schwierig, wie Moslem oder sonst irgend etwas zu sein!
Also seien sie doch nicht so pseudoempfindlich.
Unsere Sensationslust
Dieser Schwachsinnige hat wirklich gewollt, dass man Ihm Aufmerksamkeit zollt.
Die Boulevardpresse tut ihm bereitwillig den Gefallen und publiziert jeden "Furz" von diesem Psycho.
Man sollte ihn irgendwo einlochen und ihn vergessen. Ihn nicht mehr erwähnen und nicht beachten.
In ein paar Tagen schon würde kein Schwein mehr von ihm sprechen und so wäre für diesen Trottel diese ganze Wahnsinnstat ohne Wert. Er könnte sich meinetwegen den ganzen Tag selbst auf die Schultern klopfen.
Unbequem..
ja, ja, am Anfang vielleicht die Muslime, dann sicher auch die Juden, dann die Schwulen und, und, und ..... Nur die wirklichen Idioten wie dieser irre Norweger werden wieder und wieder obenauf sein. Solche Menschen muss es im Verborgenen unzählige haben, sonst hätte der gute Adolf keine nichts zu melden gehabt. Seit dann hat sich nicht viel geändert. Toleranz, Menschlichkeit und Mitgefühl zu zeigen setzt halt auch ein gewisses Mass von Intelligenz voraus. Man bedenke, dass der Mensch sich nicht weit vom Tier abgehoben hat; im Gegenteil: das Tier tötet nicht, wenn es keinen Hunger hat. All diese Spinner ohne Toleranz gegenüber Ihren Mitmenschen gehen mir gewaltig auf den Sack, egal von welchem Glauben oder welcher Ideologie diese scheinbar getrieben werden. Gegen Blödheit ist immer noch kein Kraut gewachsen.
Zu den sogenannten Stammtischpolitikern gibt es nur eines zu sagen: diese Leute haben ohne Alkohol keine eigene Meinung oder wagen diese nicht auszusprechen.
Unternehmen wir was.... verachten wir diese Spinner offiziell!
Sagen wir unsere Meinung laut!
Schon auch
Da haben Sie auch nicht unrecht. Danke für diese Ausführungen.
Klar, ich bin auch gegen diese unrealistischen Multikultivorstellungen. Friedliche Co-Existenz hingegen sollte schon möglich sein, da arbeiten dann aber eben meistens die Ausländer nicht mit.

Man kann natürlich sagen, der Hass, die Angst und die Panik, die von rechten Parteien geschürt wird, ist ein Resultat der total verfehlten Linken Politik des Integrierens, Einbürgerns und Reinlassen von viel zu vielen Ausländer. Da würde ich nicht mal dagegensprechen.

Trotzdem bleibt die Tatsache, dass Anders Behring eben getrieben und ermutigt durch diese rechtsstehenden Parteien und deren Exponenten gehandelt hat und diesen Massenmord an friedlich zusammen campenden Jungsozialdemokraten vollführt hat plus den Terrorakt inmitten Oslos.
Schon
Vor einiger Zeit wurde gewarnt, dass die Multikultireligion der massenhaften und unontrollierten Zuwanderung aus anderen Kulturkreisen zu einem grossen Konfliktpotential führen würde.
Statt auf die Bevölkerung einzugehen, wollten die Multikultis die einheimische Bevölkerung umerziehen und haben dadurch den Druck noch erhöht.

Statt dass man die Probleme offen ansprach, wurden diese verdrängt und tabuisiert.
Die Linke mit ihrer fixen Idee, dass alle Menschen gleich seien und gleich zu denken hätten, Stichwort Elter I und Ii, aber auch die Wirtschaft mit ihrer Sucht nach immer noch billigeren Arbeitskräften, tragen eine grosse Mitschuld an der heutigen Situation.

Dass die einheimische Bevölkerung sich an der Wahlurne dagegen wehrt, ist eine gesunde Reaktion.

Nicht die Bennenung der Probleme und deren Lösung fördert den Extremismus, sondern deren Verdrängung und Verniedlichung.
Wie gesagt
Augen vor Realität zumachen und weiterhin vor Islamisierung Angst und Panik verbreiten.
Erwarte auch nichts anderes.
Völlig daneben
Sorry, aber das ist jetzt ein selten blöder Beitrag JB.

Ich bin auch nicht pro SVP, aber so einen Fall mit einer Schweizer Partei in Verbindungen zu bringen und dann noch von Mitschuld schreiben ist einfach unter der Gürtellinie und billige Polemik.

So nebenbei weise ich darauf hin dass die Schweizer Behörden erst letzte Woche darauf hinwiesen, dass zumindest für die Schweiz die grösste Gefahr von den Linksradikalen ausgeht. Es spielt bei Wahnsinnigen auch eine nebensächliche Rolle ob von links oder rechts. Überwiegend ist der Wahnsinn und der Verlust zur Realität, dazu kann jede Ideologie die Basis bilden.

Das hat überhaupt nichts mit dem Abdriften Europa's nach Rechts zu tun, wie Sie behaupten. Selbst wenn es denn stimmen würde, würde dies demokratisch erfolgen.

Hier hat ein verblendeter Spinner in einer grausamen Tat viele Jugendliche abgeschlachtet. Solche Taten können leider in jedem Land und jeder Kultur ständig und ohne Vorwarnung vorkommen. Es wäre besser wenn Sie diesem traurigen Umstand und den Opfern Respekt zollen würden, statt schwachsinnige Quervergleiche zur Schweizer oder Europa Politik zu ziehen.
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