Anklage hält Schlussplädoyer
Breiviks Taten ein «nationales Trauma»
publiziert: Donnerstag, 21. Jun 2012 / 13:23 Uhr
Anders Behring Breivik zeigt keine Reue.
Anders Behring Breivik zeigt keine Reue.

Oslo - Zum Abschluss des Prozesses gegen den geständigen Attentäter Anders Behring Breivik hat die Staatsanwaltschaft am Donnerstag ihr Plädoyer gehalten. Die Tötung von 77 Menschen vor elf Monaten sei ein «nationales Trauma» für Norwegen, sagte Anklägerin Inga Bejer Engh zu Beginn ihrer Ausführungen.

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Das eigentliche Zentrum des zehnwöchigen Verfahrens seien die Überlebenden und Hinterbliebenen des Massakers gewesen. Sie hätten mit ihren Aussagen für einen «angemessenen und würdigen Verlauf» gesorgt.

Der 33-jährige Islamhasser Behring hatte am 22. Juli 2011 in Oslo acht Menschen mit einer Autobombe getötet. Danach starben 69 Teilnehmer eines sozialdemokratischen Jugendlagers bei dem von Breivik mit zwei Schusswaffen begangenen Massaker auf der Insel Utøya.

Wohl in eine geschlossene Psychiatrie

Die mit Spannung erwartete Haltung der Staatsanwaltschaft zur umstrittenen Zurechnungsfähigkeit des geständigen, aber nicht reuigen Täters wird erst zum Ende des Plädoyers am Nachmittag erwartet.

Als wahrscheinlich gilt, dass Engh und ihr Kollege Svein Holden für die Zwangsanweisung des Attentäters auf Dauer in eine geschlossene Psychiatrie plädieren. Nach dem Plädoyer der Verteidiger soll das Urteil entweder am 20. Juli oder am 24. August verkündet werden.

(bg/sda)

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