Brett Hauer: 'Howie, the Boss'
publiziert: Donnerstag, 23. Jun 2005 / 00:20 Uhr

Eigentlich erstaunlich, dass Brett Hauer beim EV Zug in der abgelaufenen Saison 2004/05 nicht sonderlich gut zurechtkam. Denn der Blueliner ist der erklärte Defensiv-Liebling der NLA-Trainer und taktisch topfit. "Howie", so sein Spitzname, ist ein "kompletter Verteidiger".

"Brett Hauer ist einer der komplettesten Verteidiger auf Europäischem Eis."
"Brett Hauer ist einer der komplettesten Verteidiger auf Europäischem Eis."
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Brett Hauer ist eine AHL- und IHL-Verteidigerlegende: Seine Awards in der IHL und in den unteren College-Ligen lassen sich sehen: IHL First All-Star Team (1999), WCHA First All-Star Team (1993), NCAA West First All-American Team (1993) und 2000 sowie 2001 gewann der US-Boy die „Larry D. Gordon Trophy“ (bester Verteidiger der regulären Saison der IHL aus Sicht der Trainer) in Nordamerika.

Gäbe es diese Auszeichnung auch in der NLA, so hätte er diesen Preis auch 2002 und 2003 für sich entschieden. Denn sowohl Chris McSorley von Servette Genf, sein Ex-Trainer, wie auch sein Spengler Cup-Coach Arno del Curto werden nie müde, den ehemaligen Eishockey-Globetrotter zu loben. Seine Stärken sind offensichtlich: Er ist taktisch und läuferisch auf hohem Niveau ausgebildet und hat zudem noch einen satten, gefährlichen und präzisen Schuss von der blauen Linie. In den Powerplays ist Hauer wertvoll und könnte den Übernamen "Dr. Hammer" alle Ehre tun.

Der "ideale Verteidiger": Souverän, ruhig und dennoch dynamisch

Was aber seinen grössten Wert ausmacht ist seine Souveränität und seine Ruhe in Stresssituationen. Einer wie Brett Hauer "hält die Verteidigung" zusammen. Wer aber glaubt, Hauer sei ein typischer taktischer Defensivverteidiger, sieht sich bei ihm getäuscht. Hauer ist brandgefährlich bei seinen wohlkalkulierten Vorstössen der Marke "kontrollierte Offensive".

Nicht zuletzt deshalb schwörte Servette-Chefcoach und Taktikfreak Chris McSorley auf diesen Spieler. Zumal der verheiratete Brett (Kinder Elyse und Brynne) auch sogenannte Gardemasse besitzt (185 cm, 95 kg), die ideal für seine Rolle als Spieler sind. In der Schweiz hat Brett Hauer mit seiner Spielweise vor allem bei Genf-Servette überzeugt. Er war einer der wichtigsten Spieler in derer Aufstiegsmannschaft. Ein schneller erster Pass aus der eigenen Zone, gutes Auge im Box- und Powerplay und auch in 1-1 Situationen ist er ein hervorragender Backchecker.

Befallen von Minnesotas Hockeyvirus

Brett Hauer ist, wie viele im US-Bundesstaat Minnesota, vom Eishockeyvirus als kleiner Junge befallen worden. Minnesota ist einer der wenigen Bundesstaaten in den USA, die eine ähnliche Begeisterungsfähigkeit für das Eishockey entwickelten wie die Nachbarn in Kanada. Und besonders wenn man für die University of Minnesota spielen darf, ist man bereits ein "local hero".

Brett Hauer durfte diese Zeit erleben, bevor er 1989 als Nummer 71 overall von den vancouver Canucks gedraftet wurde. Seine Stationen: University of Minnesota (NCAA), Las Vegas Thunder (IHL), AIK Stockholm (SWE), Edmonton Oilers (NHL), Cape Breton Oilers (AHL), Chicago Wolves (IHL), Manitoba Moose (IHL), Edmonton Oilers (NHL), Manitoba Moose (IHL), Manchester Monarchs (AHL), Nashville Predators (NHL), Milwaukee Admirals (AHL), Servette (NLA) und Zug (NLA).

Auch unter NHL-Stars hoch angesehen

Auch als Nationalspieler an zwei Weltmeisterschaften konnte er brillieren. Er ist immer wieder, auch unter Mitbeteiligung der NHL-Stars, in der US-Nationalmannschaft aufgeboten worden. US-WM-Coach Peter Laviolette und sein Assistenztrainer John Tortorella (Stanleycup-Sieger 2004 mit Tampa Bay) wurden gefragt, warum man für das US-Team einen Europa-Legionär wie Hauer aufbiete, wenn man schon die "Crème de la Crème" an NHL-US-Verteidigern zur Verfügung hätte.

Die Antwort der beiden kam präzise und kurz: "Brett Hauer ist einer der komplettesten Verteidiger auf Europäischem Eis. Taktisch kann man ihm nichts vormachen. Wir wollten diesen Mann im Team." Besser kann man die Qualitäten von Hauer nicht zusammenfassen.

Kein Wunder also, dass viele Vereine an den Ami interessiert sind, um ihn vom EVZ weg zu holen: Davos, Basel und weitere Interessenten buhlen um den Topmann.

Eishockey.ch- Scouting Report Brett Hauer

JW. - Notengebung 1 bis 7 gemäss einem international anwendbaren Notenschlüssel.

7 = herausragend/Weltklasse, 6= Internationale Klasse, 5= NLA-Spitze, 4= NLA-Durchschnitt, 3= Rollenspieler, 2= NLA-würdig aber mit Mängel, 1= NLA-unwürdig

Technik/Skating: 5,5
Mentale Stärke: 5,5
Physis: 5
Kondition: 5
Disziplin: 6
Taktisches Verständnis: 6
Schusstechnik: 6
Killer Instinkt: 4,5
Belastbarkeit: 5,5
Zukunftsaussichten: 5,5

Total: Note 5,5

(Joël Wüthrich, Working Press Basel-Montreal/eishockey.ch)

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Brett Hauer, hier noch im Dress des EV Zug.
 
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