Gelähmter Brite
Brite stirbt nach Kampf um Sterbehilfe
publiziert: Mittwoch, 22. Aug 2012 / 18:31 Uhr
Gelähmter Brite stirbt nach vergeblichem Kampf um Sterbehilfe.
Gelähmter Brite stirbt nach vergeblichem Kampf um Sterbehilfe.

London - Der am ganzen Körper gelähmte Brite Tony Nicklinson, der vergeblich für Sterbehilfe gekämpft hatte, ist tot. Nicklinson sei am Mittwochmorgen im Alter von 58 Jahren «friedlich eines natürlichen Todes» gestorben.

Dies gab eine seiner Töchter in einer Twitter-Mitteilung bekannt. Erst vor rund einer Woche hatte der Oberste Gerichtshof in London Nicklinsons Antrag auf medizinische Sterbehilfe abgewiesen.

Seine Anwaltskanzlei Bindmans LLP erklärte am Mittwoch, Nicklinson habe vergeblich dafür gekämpft, sein Leben «voller Qual» beenden zu dürfen.

Nicklinson litt seit einem Hirnschlag im Jahr 2005 am Locked-In-Syndrom («Eingeschlossensein»-Syndrom). Er war bei vollem Bewusstsein, konnte sich aber nicht bewegen und nicht sprechen, weshalb er komplett von der Hilfe seiner Mitmenschen abhängig war.

Mit seiner Umwelt konnte er nur über einen Computer kommunizieren, den er durch Augenbewegungen per Lidschlag bediente. Sein Leben beschrieb er als «unwürdig und unerträglich». Er sei «lebendig in einem Albtraum gefangen».

Beihilfe zum Selbstmord oder Mord

In einer Erklärung dankte die Familie des Verstorbenen ihren Unterstützern und bat um die Achtung ihrer Privatsphäre. Die Polizei in der Grafschaft Wiltshire ging nicht davon aus, dass Nicklinson durch Fremdeinwirkung starb. Von der Polizei hiess es am Mittwoch, der Tod Nicklinsons werde nicht untersucht

Sterbehilfe ist in Grossbritannien grundsätzlich verboten, eine Expertenkommission empfahl aber im Januar eine Lockerung der Gesetzgebung.

Die Londoner Richter hatten in ihrem Urteil vom 16. August erklärt, trotz der tragischen Lage des 58-Jährigen könne die Justiz die Gesetzeslage nicht missachten, nach der jede «vorsätzliche Sterbehilfe ein Mord» sei. Nicklinson hatte Berufung gegen das Urteil angekündigt.

Anders als bei anderen Fällen ging es bei Nicklinson juristisch gesehen nicht ausschliesslich um Beihilfe zum Selbstmord. Der 58-Jährige wäre wegen seiner Lähmungen nicht fähig gewesen, beispielsweise selber tödliche Medikamente zu nehmen. Hätte jemand sie ihm eingeflösst, hätte diese Person sich des Mordes schuldig machen können.

(alb/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Wir kommen zu Ihnen, damit Sie zuhause bleiben können
Massagepraxis Zürich-Oerlikon
Alexa Gesundheitsmassagen
Schwamendingenstrasse 36
8050 Zürich-Oerlikon
Akupunktur, Tuina, Massage, Laserakupunktur, Taping
Erleichterung bei der Bevölkerung von Le Locle: Das Wasser kann wieder genossen werden, ohne es vorher abkochen zu müssen. (Symbolbild)
Erleichterung bei der Bevölkerung von Le Locle: Das ...
Einschränkungen aufgehoben  Bern - Entwarnung in Le Locle: Die Bevölkerung der Neuenburger Kleinstadt kann ihr Wasser wieder sorgenfrei konsumieren, ohne es vorher abkochen zu müssen. Nach Angaben der Behörden vom Freitag hatte ein Gewitter zur Verschmutzung des Trinkwassers geführt. 
Die Leute von Le Locle stürzten sich regelrecht auf die verteilten Wasserflaschen.
Grosser Ansturm auf Trinkwasserflaschen in Le Locle Le Locle NE - Die Stadt Le Locle NE hat am Mittwoch damit begonnen, Trinkwasser an die Bevölkerung zu verteilen. Der ...
Le Locle verteilt sauberes Trinkwasser an die Bevölkerung Le Locle NE - Nach der Verschmutzung des Trinkwassers werden in ...
«rVSV-Zebov»  Bern - Im Kampf gegen die Ebola-Seuche in Westafrika haben Forscher in einem Feldversuch einen ...  
Die Ergebnisse der Tests zeigten, dass der eingesetzte Impfstoff die weitere Ausbreitung des Ebola-Virus wirksam eindämmen könne.
Es bleibt noch viel zu tun Heute vor genau einem Jahr hat die Regierung in Sierra Leone wegen Ebola den Gesundheitsnotstand ausgerufen. Eine Bilanz.
Regelmässiges Händewaschen ist eine der effektivsten Sicherheitsmassnahmen gegen Ebola. Haja aus Sierra Leone macht vor, wie es geht.
Neue Hilfszusagen für Ebola-Länder New York - Liberia, Guinea und Sierra Leone erhalten Milliardenhilfen für Investitionen ...
Titel Forum Teaser
Arno Schlüter ist Professor für Architektur und nachhaltige Gebäudetechniken an der ETH Zürich.
ETH-Zukunftsblog Weiche Roboter für adaptive Gebäudefassaden Gebäudefassaden sind heute meist statisch und ...
Medizin Jobs und Jobs Gesundheitswesen
Übrigens: Hier könnte auch Ihr Unternehmen gefunden werden.
Erfassen Sie zuerst Ihr kostenloses Firmenporträt! Mit dem Firmenporträt präsentieren Sie Ihr Unternehmen und Ihre wichtigsten Dienstleistungen schnell und einfach auf dem wichtigsten KMU-Marktplatz der Schweiz.
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
SA SO MO DI MI DO
Zürich 16°C 17°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Basel 12°C 16°C bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
St.Gallen 15°C 17°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
Bern 15°C 19°C bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Luzern 17°C 20°C stark bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Genf 16°C 20°C bewölkt, Regen leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Lugano 20°C 21°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
mehr Wetter von über 6000 Orten