Briten liefern Hacker nicht an die USA aus
publiziert: Dienstag, 16. Okt 2012 / 20:29 Uhr
Gary McKinnon wird vorgeworfen, in 97 Computer des US-Militärs und der Raumfahrtbehörde Nasa eingedrungen zu sein. (Symbolbild)
Gary McKinnon wird vorgeworfen, in 97 Computer des US-Militärs und der Raumfahrtbehörde Nasa eingedrungen zu sein. (Symbolbild)

London - Die britische Regierung wird einen mutmasslichen Hacker wegen Selbstmordgefahr nicht an die USA ausliefern. Innenministerin Theresa May gab am Dienstag ihre Entscheidung vor dem Parlament bekannt. In den USA drohen dem Briten 60 Jahre Haft.

Sie suchen Beratung, Sie brauchen Unterstützung. Sie setzen auf Erfolg und verlangen rasch messbare Resultate.
MENZI & PARTNER
Blaufahnenstrasse 14
8001 Zürich
1 Meldung im Zusammenhang
Gary McKinnon wird vorgeworfen, in 97 Computer des US-Militärs und der Raumfahrtbehörde Nasa eingedrungen zu sein. In den USA wird vom grössten Fall dieser Art gesprochen. McKinnon hat die Taten gestanden, behauptet jedoch, er habe sich nur über UFOs informieren wollen. Er leidet an einer Form von Autismus.

Der 46-jährige Brite sei sehr krank, deshalb werde man ihn aus Menschenrechtsgründen nicht an die USA überstellen, sagte Innenministerin May am Dienstag in London. Es bestehe grosse Gefahr, dass er Selbstmord begehen werde, wenn er in die USA müsse. Stattdessen soll geprüft werden, ob ihm in seiner Heimat der Prozess gemacht wird.

Dem Entscheid zur Nichtauslieferung waren jahrelange Diskussionen vorangegangen. McKinnon hatte rund zehn Jahre durch verschiedene Instanzen gegen seine Auslieferung gekämpft.

Umstrittenes Abkommen

Der Fall hatte auch deshalb für Aufsehen gesorgt, weil er ein umstrittenes Abkommen zwischen den USA und Grossbritannien zum Austausch von Straftat-Verdächtigen in den Fokus rückte. Kritiker sind der Meinung, Grossbritannien werde dabei benachteiligt.

May erklärte, dass britische Gerichte in Zukunft mehr Möglichkeiten bekommen sollten, zu entscheiden, ob ein Prozess in Grossbritannien oder im Ausland sinnvoller sei.

McKinnons Mutter, Janis Sharp, die seit Jahren öffentlich für ihren Sohn eintritt, dankte May für die «Stärke und den Mut» für diese Entscheidung. Menschenrechtsorganisationen begrüssten die Entscheidung ebenfalls. Der britische Premierminister David Cameron hatte sich gegen eine Auslieferung ausgesprochen.

(bert/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Lesen Sie hier mehr zum Thema
London - Ein in den USA gesuchter Computerhacker ist in London festgenommen worden. mehr lesen
McKinnon habe sich Zugang zu insgesamt 53 US-Militärcomputern und Rechnern verschafft.
Alles was Recht ist! Gesellschaftsgründungen, Rechtsberatung, Prozessführung etc.
Sie suchen Beratung, Sie brauchen Unterstützung. Sie setzen auf Erfolg und verlangen rasch messbare Resultate.
MENZI & PARTNER
Blaufahnenstrasse 14
8001 Zürich
Beim Bau des Ceneri-Basistunnels entstehen womöglich erhebliche Mehrkosten.
Beim Bau des Ceneri-Basistunnels entstehen womöglich erhebliche ...
Unbefriedigende Situation  Olten SO - Der Ceneri-Basistunnel wird mit grosser Wahrscheinlichkeit nicht wie geplant 2019 in Betrieb gehen - sondern ein bis drei Jahre später. Der Rechtsstreit um die Auftragsvergabe kann zu Mehrkosten von bis zu 140 Millionen Franken führen. 
Arbeiten am Ceneri-Basistunnel verzögern sich Bellinzona - Kein Durchbruch für die Alptransit Gotthard AG: Der Bauherr des Ceneri-Tunnels kann weder ...
Der Bau des Ceneri-Basistunnels zieht sich hin.
IWF-Chefin und die Tapie-Affäre  Paris - Eine Finanzaffäre in Frankreich hat IWF-Chefin Christine Lagarde in Bedrängnis gebracht: Wegen ihrer Verwicklung in die ...  
Die Vorwürfe gegen sie sind laut Christine Lagarde «absolut unbegründet». (Archivbild)
Ein 57-jähriger hatte während Jahren via Internet Mädchen dazu gebracht, ihm Nacktbilder zu schicken. (Symbolbild)
Freiheitsstrafe  Zürich - Das Bezirksgericht Zürich hat einen ehemaligen ...  
Titel Forum Teaser
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
MI DO FR SA SO MO
Zürich 12°C 15°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Basel 11°C 16°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
St.Gallen 13°C 17°C bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Bern 14°C 21°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Luzern 15°C 20°C bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Genf 15°C 23°C leicht bewölkt leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Lugano 16°C 29°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
mehr Wetter von über 6000 Orten