Britin Hilary Mantel bekommt Booker-Preis
publiziert: Mittwoch, 7. Okt 2009 / 07:20 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 7. Okt 2009 / 16:22 Uhr

London - Die englische Schriftstellerin Hilary Mantel ist mit dem renommierten Booker-Preis ausgezeichnet worden. Die 57-Jährige erhielt die mit 50'000 Pfund dotierte Literaturauszeichnung in London für ihr Werk «Wolf Hall».

Hilary Mantel schrieb einen Historienroman über den Berater von Heinrich VIII: «Wolf Hall».
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In dem Wälzer erzählt sie den Aufstieg von Thomas Cromwell zum Stellvertreter des Tudor-Königs Heinrich VIII. Mantel war schon vor der Preisverleihung Favoritin für die wichtige Auszeichnung.

Roman sei Herausforderung

Mit ihrem fast 700 Seiten schweren Roman setzte sich die ehemalige Sozialarbeiterin gegen Literaturnobelpreisträger J.M. Coetzee sowie die Autoren A.S. Byatt, Adam Foulds, Simon Mawer und Sarah Waters durch. Die Jury betonte, der Roman sei «eine Herausforderung».

Mantel habe einen «modernen Roman über das 16. Jahrhundert geschrieben». «Man muss Energie investieren, er kommt nicht auf einen zugeflogen... Er verlangt Konzentration», erklärte der Vorsitzende der Jury, James Naughtie. Der Roman, der um das Jahr 1520 spielt, sei wegen «seiner schieren Grösse» ausgewählt worden.

Fortsetzung in Arbeit

«Ich fliege vor Glück durch die Luft», sagte Mantel bei der Verleihung in London. Das Preisgeld werde sie für «Sex, Drogen und Rock'n'Roll» verwenden, scherzte sie. Die Idee für «Wolf Hall» habe sie vor etwa 20 Jahren gehabt und mehrere Jahre daran gearbeitet. Sie schreibe bereits an einer Fortsetzung des Romans, sagte Mantel.

Der Booker-Preis ist die wichtigste Auszeichnung für englischsprachige Literatur und wird seit etwa 40 Jahren verliehen. Er ehrt jeweils einen Roman aus den Commonwealth-Staaten oder Irland. Häufig wird das gekürte Buch zum Bestseller.

Mantels Geschichtswälzer verkaufte sich schon vor der Preisvergabe bestens. Er richtet sich allerdings eher an Briten mit guten Geschichtskenntnissen. Zu den früheren Preisträgern des Booker-Preises gehören der britisch-indische Autor Salman Rushdie und die indische Schriftstellerin Arundhati Roy.

(fest/sda)

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