Zugang zum europäischen Markt muss erhalten bleiben
Britische Konzernchefs warnen vor «Brexit»
publiziert: Dienstag, 23. Feb 2016 / 15:29 Uhr
Die Briten sollen am 23. Juni in einem Volkentscheid über einen Verbleib in der EU abstimmen.
Die Briten sollen am 23. Juni in einem Volkentscheid über einen Verbleib in der EU abstimmen.

London - Zahlreiche Chefs führender britischer Unternehmen haben vor den Folgen eines EU-Austritts für den Arbeitsmarkt und die Wirtschaft gewarnt. Rund 200 Spitzenmanager warben in einem offenen Brief am Dienstag in der Zeitung «Times» für einen Verbleib der Briten in der EU.

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Der Beitrag war auch von gut einem Drittel der Bosse der 100 grössten Konzerne aus dem Londoner Börsenleitindex FTSE wie etwa BP und Marks & Spencer unterschrieben.

«Unternehmen brauchen ungehinderten Zugang zum europäischen Markt mit 500 Millionen Menschen, um weiter zu wachsen, zu investieren und Arbeitsplätze zu schaffen», heisst es darin. Gegen den sogenannten «Brexit» sprachen sich auch grosse Arbeitgeber wie der Telekommunikationskonzern BT und die Supermarktkette Asda aus.

Viele andere grosse Unternehmen bezogen dagegen angesichts der aufgeheizten Stimmung im Land bewusst keine Stellung, etwa die Chefs der Supermarktketten Tesco und Sainsbury oder der Banken RBS und Barclays.

Befürworter: Kosten sparen mit Austritt

Die Befürworter eines EU-Austritts argumentieren, ein «Brexit» werde unnötige Bürokratie und Kosten reduzieren und so Geld für Investitionen in mehr Jobs freimachen.

«Die Wahrheit ist, dass trotz der Drohungen des Premierministers, der keine wahre Wirtschaftserfahrung hat, andere Wirtschaftsfaktoren entscheidend für den weiteren Erfolg der britischen Unternehmen sind», erklärte der Mitgründer der Gruppe Leave.EU, Richard Tice.

Die Briten sollen am 23. Juni in einem Volksentscheid über einen Verbleib in der EU abstimmen. Premierminister David Cameron hatte Reformforderungen bei den EU-Partnern durchgesetzt, um Verfechtern eines Austritts den Wind aus den Segeln zu nehmen.

Diese hatten zuletzt aber Unterstützung von einigen prominenten Politikern wie Londons Bürgermeister Boris Johnson erhalten. Spekulationen über einen EU-Austritt hatten zuletzt das Pfund stark belastet.

 

(arc/sda)

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