Britische Soldaten stossen ins Zentrum von Basra vor
publiziert: Montag, 7. Apr 2003 / 00:42 Uhr / aktualisiert: Montag, 7. Apr 2003 / 01:04 Uhr

Bagdad - Nach zweiwöchiger Belagerung ist das britische Militär am Sonntag überraschend ins Zentrum von Basra vorgedrungen. Laut dem britischen Sender BBC wurde auch der Flughafen eingenommen.

Basra ist nach wie vor umkämpft.
Basra ist nach wie vor umkämpft.
Die 7. Panzerbrigade der Desert Rats (Wüstenratten) sei aus drei verschiedenen Richtungen ins Zentrum der zweitgrössten irakischen Stadt eingerückt, teilte Armeesprecher Al Lockwood beim Zentralkommando in Doha (Katar) mit. Dabei habe es nur vereinzelt Widerstand gegeben.

Ursprünglich hätten die Briten am Morgen bloss Kontrollpunkte in den Aussenbezirken der Millionenstadt errichten wollen, berichtete Lockwood. Doch wegen des freundlichen Empfangs durch die Zivilbevölkerung sei an Ort und Stelle entschieden worden, in das Zentrum vorzudringen.

Nach Angaben Lockwoods ist die Führung der regierenden Baath-Partei in Basra entweder ausgerottet worden oder geflohen. Laut Lockwood gehen die britischen Militärs davon aus, dass der als Chemie-Ali bezeichnete Cousin von Präsident Saddam Hussein, Hassan Ali el Maschid, nicht mehr lebt.

Das Haus von Maschid nahe Basra war am Samstag bombardiert worden. Dort wurde am Sonntag die Leiche des Leibwächters von Maschid gefunden. Die Suche nach Maschid, der wegen seiner angeblichen Führungsrolle bei den Giftgasattacken gegen die Kurden vor 15 Jahren den Beinamen Chemie-Ali trägt, gehe weiter.

Während sich in den Aussenbezirken Bagdads irakische Regierungstruppen mit US-Soldaten heftige Feuergefechte lieferten, drangen US-Panzer erneut ins Stadtzentrum vor.

Auch im Südwesten Bagdads gab es nach Angaben von westlichen Journalisten mehrere Detonationen, im Westen sei schweres Artilleriefeuer zu hören gewesen.

In dieser Richtung liegt auch der Flughafen. Dieser ist nach Medienberichten weiterhin umkämpft. Beide Kriegsparteien behaupten allerdings, die Kontrolle über das Gelände zu haben.

Bei dem bisher schwersten Zwischenfall mit mutmasslichem US-Eigen-Bombardement bei Mosul im Nordirak hat gab 18 Tote und mehr als 40 Verletzte.

Wadschi Barsani, ein Bruder des Kurdenführers Massud Barsani, wurde bei dem Zwischenfall schwer verletzt, teilte ein Sprecher der Kurdischen Demokratischen Partei KDP im nordirakischen Erbil mit.

Barsani soll nach Angaben des US-Nachrichtensenders CNN zur Behandlung in ein US-Militärspital nach Deutschland geflogen werden.

(bert/sda)

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