Britische Soldaten töten in Afghanistan irrtümlich vier Zivilisten
publiziert: Montag, 18. Aug 2008 / 08:31 Uhr

Kabul - In Afghanistan haben britische Soldaten der von der NATO geführten Schutztruppe (ISAF) irrtümlich vier Zivilisten getötet. Drei weitere Zivilisten, darunter zwei Kinder, seien beim Angriff auf eine Taliban-Hochburg im Süden des Landes verletzt worden, teilte die ISAF am Sonntag mit.

Eine Patrouille setzte Aufständische auf einem Hausdach unter Feuer. (Archivbild)
Eine Patrouille setzte Aufständische auf einem Hausdach unter Feuer. (Archivbild)
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Eine Patrouille habe in der Provinz Helmand bewaffnete Aufständische auf einem Hausdach entdeckt und drei Raketen auf das Gebäude abgeschossen. In dem Haus seien die Zivilisten gewesen.

«Die ISAF bedauert diese Tragödie zutiefst, wenn Frauen und Kinder getötet und verletzt werden», hiess es in einer Mitteilung. Das britische Verteidigungsministerium kündigte eine Untersuchung des Vorfalls an.

Bei Gefechten zwischen den internationalen Truppen und den Taliban werden immer wieder Zivilisten getötet. Im Juli kamen bei zwei Luftangriffen der internationalen Einheiten insgesamt 64 Zivilisten um, die meisten von ihnen Frauen und Kinder.

In der südlichen Unruheprovinz Helmand sind vor allem britische Soldaten stationiert. Sie gilt als Hochburg der radikalislamischen Taliban.

(fest/sda)

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