Britischer Soldat wegen Folter-Videos in Haft
publiziert: Montag, 13. Feb 2006 / 20:29 Uhr

London - Nach der Veröffentlichung eines Videos über die Misshandlung junger Iraker durch britische Soldaten hat die britische Polizei einen Verdächtigen festgenommen.

Die Wochenzeitung «News of the World» hatte die Bilder eines 2004 gedrehten Videos veröffentlicht.
Die Wochenzeitung «News of the World» hatte die Bilder eines 2004 gedrehten Videos veröffentlicht.
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Dies teilte ein Sprecher des Londoner Verteidigungsministeriums mit. Die Festnahme sei am Sonntagabend erfolgt, sagte der Sprecher. Weitere Einzelheiten wurden vorerst nicht bekannt.

Die Wochenzeitung «News of the World» hatte am Wochenende Bilder eines 2004 gedrehten Videos veröffentlicht, auf denen mehrere Soldaten zu sehen sind, die auf junge Iraker einschlagen und eintreten.

Das Blatt stellte den Film auf seine Website, zahlreiche Fernsehsender zeigten Ausschnitte. Auf den Bildern war unter anderem zu sehen, wie Soldaten irakische Jugendliche mit Knüppeln schlagen und unter üblen Beschimpfungen in die Genitalien treten.

Videoaufnahmen sind wahrscheinlich echt

Die britische Militärpolizei geht nach britischen Medienberichten davon aus, dass die rund zwei Jahre alten Videoaufnahmen echt sind. Die Ermittler seien intensiv um die Identifizierung der Soldaten bemüht, die auf den Bildern zu sehen sind, berichtete die Londoner Zeitung «The Guardian».

Eine Spur führe nach Deutschland. Die Täter könnten zur 20. Panzerbrigade gehören, die in der Nähe von Paderborn stationiert ist. Angehörige dieser Einheit seien bis April 2004 in der südirakischen Stadt Basra stationiert gewesen, wo das Video im März desselben Jahres aufgenommen worden sei.

Premierminister Tony Blair hatte am Sonntag eine umfassende Aufklärung der Misshandlungsvorwürfe versprochen.

Zu Protestaktionen aufgerufen

Der Generalsekretär des Rates der Muslime Grossbritanniens, Sir Iqbal Sacranie, erklärte, Vorfälle wie diese würden Grossbritannien in der muslimischen Welt enormen Schaden zufügen. Die beteiligten Soldaten müssten rasch vor Gericht gestellt werden.

Verschiedene Muslim-Gruppen riefen für den kommenden Samstag zu Protestaktionen auf.

(smw/sda)

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