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Britischer Verteidigungsminister Fox tritt zurück
publiziert: Freitag, 14. Okt 2011 / 18:30 Uhr / aktualisiert: Freitag, 14. Okt 2011 / 19:40 Uhr
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Liam Fox tritt aufgrund der Vermischung von Privatem und Geschäftlichem zurück.
Liam Fox tritt aufgrund der Vermischung von Privatem und Geschäftlichem zurück.

London - Nach massivem Druck der Öffentlichkeit hat der britische Verteidigungsminister Liam Fox die Konsequenzen aus seiner zu engen Verstrickung von Regierungsamt und Privatleben gezogen.

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Wie sein Ministerium am Freitag in London mitteilte, reichte Fox bei Premierminister David Cameron telefonisch und schriftlich seinen Rücktritt ein. Nachfolger wird der bisherige Verkehrsminister Philip Hammond, wie die britische Regierung am Freitag in London mitteilte.

Fox hatte seinem engen Freund Adam Werritty sehr tiefe Einblicke in die Regierungsgeschäfte und möglicherweise auch Rüstungsaufträge gewährt.

Er habe «fälschlicherweise die Vermischung persönlicher Interessen und meiner Regierungsaktivitäten zugelassen», schrieb Fox in einem Brief an Cameron. «Die Folgen dessen sind in den vergangenen Tagen immer klarer geworden.»

Cameron erklärte, er bedauere den Rücktritt sehr. «Aber ich verstehe die Gründe.» Als Verteidigungsminister habe Fox «hervorragende Arbeit» geleistet. «Wir haben sechs Jahre lang eng zusammengearbeitet.» Ein Nachfolger wurde zunächst nicht benannt.

Unter Beschuss

Fox stand seit längerem massiv unter Beschuss, weil er Werritty ohne Sicherheitsüberprüfung in seinem Amtszimmer ein- und ausgehen liess. Werritty begleitete ihn auf Reisen unter anderem nach Dubai und Sri Lanka. Dabei ging es in mindestens einem Fall auch um Rüstungsaufträge.

Fox selbst hatte Anfang dieser Woche im Unterhaus detailliert dargelegt, Werritty habe ihn in den vergangenen 16 Monaten 22 Mal im Verteidigungsministerium besucht. Man habe sich zudem bei rund 18 Reisen getroffen. Fox betonte aber, Werritty habe zu keinem Zeitpunkt Zugang zu geheimen Informationen gehabt.

Werritty war Trauzeuge bei der Hochzeit von Fox gewesen. Er gab sich auf seiner Visitenkarte als «Berater» des Verteidigungsministers aus. Diese Position hatte er offiziell jedoch nie inne.

Cameron hatte einen hohen Regierungsbeamten mit der Aufklärung der Angelegenheit beauftragt. Ergebnisse sollten allerdings erst nächste Woche vorgelegt werden.

(dyn/sda)

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