Brot für alle im Big Apple
publiziert: Dienstag, 16. Okt 2007 / 11:25 Uhr

Die Advertising Week in New York ist ein Monstertreffen der Werbewelt. Und so pilgerten Ende September 60'000 Kreative aus 40 Nationen an den Hudson, um zu sehen und gesehen zu werden.

Dieses Jahr waren erstaunlicherweise zwei Organisationen mit dabei, die in diesem Umfeld nicht unbedingt zu erwarten wären: «Brot für alle» und «Fastenopfer». Genauer: die Plakate, mit denen die beiden Hilfsorganisationen jedes Jahr im Frühling auf sich aufmerksam machen.

Über 300 Werbekampagnen

In der Eingangshalte von Time Life waren Proben aus mehr als 300 aus ökologischen und sozialen Werbekampagnen ausgestellt. Plakate, Inserate und Viedeoclips, in denen es um Alkoholismus geht, um Hunger, Benzinsäufer und Krankheiten, aber auch um die Freude über eine neue Schule.

Zu diesen herausragenden Beispielen für Non-Profit-Werbung zählten die Ausstellungsmacher auch die Kampagnen von «Brot für alle» und «Fastenopfer».

Sie wählten Motive der Kampagne 2006. Dort steht ein Zündholz für ein niedergebranntes Dorf im Kongo. Eine ausgepresste Tube ist Symbol für die Ausbeutung von ArbeiterInnen der Dritten Welt, und eine verdorrende Pflanze steht für Strassenkinder in Manila.

Kompliment an die Werbeagentur

Wenn Act (Advertising Community Together) diese Plakate ausstellt, ist das ein Kompliment für die Kreativen von Advico, Young an Rubicam.

Auch die Hilfswerke fühlen sich geehrt. «Super, dass unsere Kampagnen auch international Beachtung finden», sagt der Theologe Beat Dietschy, Zentralsekretär von «Brot für alle».

Dass die New Yorker Ausstellung gleich eine namhafte Dollarspende in die Kassen spüle, erwartet er nicht. Aber er freut sich über den Gewinn an Aufmerksamkeit. «Immerhin gehört es mit zu unseren Aufgaben, auf Missstände aufmerksam zu machen ... und Lösungen zu suchen», sagt Dietschy

Die New Yorker Ausstellung lockte in vier Tagen rund 5000 Besucher an. Im Kampf um die Aufmerksamkeit, der im Big Apple besonders hart geführt wird, ist diese Zahl ein bemerkenswerter Erfolg.

Grosses Interesse der Industrie

Er zeige «das grosse Interesse der Industrie gegenüber sozialen und ökologischen Belangen», heisst es auf der Webseite der Advertising Week . «Ach, wenn dem wirklich so wäre», seufzt man bei «Brot für alle», wo man gegen die Aushöhlung der staatlichen Entwicklungshilfe ankämpft. Unter anderem mit einer breit abgestützten Petition «0,7% - gemeinsam gegen Armut.»

(li/pd)

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