Mutter wieder frei
Bruder des Attentäters von Toulouse im Verhör
publiziert: Samstag, 24. Mrz 2012 / 15:25 Uhr / aktualisiert: Samstag, 24. Mrz 2012 / 18:04 Uhr
Bruder des Attentäters nach Paris gebracht.
Bruder des Attentäters nach Paris gebracht.

Paris - Der ältere Bruder des Serienattentäters von Toulouse und seine Freundin sind am Samstag zu weiteren Einvernahmen nach Paris gebracht worden. Die Mutter von Mohammed Merah kam dagegen auf freien Fuss.

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Der 29-jährige Abdelkader Merah hat nach Informationen aus Polizeikreisen während seiner Vernehmung in Toulouse ausgesagt, er habe nichts von den Plänen seines jüngeren Bruders Mohammed gewusst, sei aber «stolz» auf sie. Abdelkader Merah wird als religiöser Fundamentalist beschrieben.

Der ältere Bruder Abdelkader sei beim Diebstahl des Motorrollers anwesend gewesen, mit dem sein Bruder unterwegs war, als er sieben Menschen erschoss, hiess es am Samstag in Paris.

Abdelkader Merah und seine Lebensgefährtin waren am Mittwoch in ihrem Haus südlich von Toulouse festgenommen worden. Sie befinden sich noch bis Sonntag in Polizeigewahrsam. Dann endet die 96-stündige Frist, nach der Verdächtige in Terrorfällen angeklagt oder freigelassen werden müssen.

Nach Paris verlegt

Am Samstag wurden sie aus Toulouse in die für den Anti-Terror-Kampf zuständige Unterdirektion der Polizei am Rande von Paris gebracht, da die Pariser Staatsanwaltschaft für den Fall zuständig ist.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft von Toulouse war Abdelkader im Jahr 2007 in einer Gruppe verwickelt, die islamistische Freiwillige zum Kampf in den Irak schleuste.

Damals waren in Syrien zwei Männer festgenommen worden, als sie gerade in den Irak reisen wollten. Einer der beiden Männer, der später zu fünf Jahren Haft verurteilt wurde, war der Sohn des Lebensgefährten von Mohammed Merahs Mutter.

Hunderte gedenken in Rouen eines der Opfer von Toulouse

Hunderte in Weiss gekleidete Menschen haben mit einem Gedenkmarsch im nordfranzösischen Rouen an eines der Opfers des Serienattentäters Mohamed Merah erinnert. Die Trauernden versammelten sich am Samstagnachmittag vor dem Haus der Familie des am 11. März in Toulouse getöteten Fallschirmjägers.

(bert/sda)

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