Brüchige Waffenruhe in Gaza
publiziert: Dienstag, 19. Dez 2006 / 07:38 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 19. Dez 2006 / 12:02 Uhr

Gaza - Die Kämpfe zwischen den rivalisierenden Palästinensergruppen Hamas und Fatah im Gazastreifen eskalieren ungeachtet einer Waffenruhe immer mehr. Bei Schiessereien hat es in Gaza 3 Tote und mindestens 15 Verletzte gegeben.

Eine Einheitsregierung sei für die Palästinenser die beste Lösung.
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Bei zwei der Toten handelte es sich nach Angaben von Spitalmitarbeitern um zwei Sicherheitsmänner der Präsident Mahmud Abbas ergebenen Fatah-Bewegung.

Fünf weitere Menschen, unter ihnen Kinder, wurden bei dem schweren Feuergefecht in Gaza verletzt.

Bei einer anderen Schiesserei vor einem Spital wurde gemäss Augenzeugen ein Hamas-Polizist getötet. Ausserdem seien elf Personen verwundet worden.

Furcht vor Bürgerkrieg

Die anhaltenden Gewalttätigkeiten zwischen Anhängern der gemässigten Fatah und der radikal-islamischen Hamas nährten die Furcht vor einem Bürgerkrieg in den Palästinensergebieten.

Die seit zehn Jahren schwersten innerpalästinensischen Kämpfe hatten nach der Ankündigung Abbas´ begonnen, Neuwahlen anzustreben. Er will damit die politische Blockade auflösen, die seit dem Wahlsieg der radikalen Hamas in den Palästinensergebieten herrscht.

Weil die regierende Hamas die Vernichtung Israels anstrebt und einen Gewaltverzicht ablehnt, hat die EU den Palästinensern den Geldhahn zugedreht.

Toter durch israelische Soldaten

Bei einem Militäreinsatz im Westjordanland töteten israelische Soldaten am Dienstag einen Palästinenser. Wie israelische Medien berichteten, wollten die Soldaten in Nablus drei Mitglieder der Al-Aksa-Brigaden, des militärischen Arms der Fatah, festnehmen. Als die Männer flüchteten, hätten die Soldaten das Feuer eröffnet.

(bert/sda)

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