Brüchige Waffenruhe in Libanon
publiziert: Samstag, 19. Aug 2006 / 22:28 Uhr

Tel Aviv/Beirut - Nach fünf Tagen hat die israelische Armee die Waffenruhe mit der Hisbollah-Miliz in Südlibanon gebrochen.

Die Soldaten sollten den Waffenschmuggel unterbinden. (Archivbild)
Die Soldaten sollten den Waffenschmuggel unterbinden. (Archivbild)
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Die Armee bestätigte am Samstag einen nächtlichen Einsatz im Nachbarland.

Dieser habe dazu gedient, Waffenlieferungen an die Miliz vom Iran und von Syrien zu verhindern. Dabei wurden drei Hisbollah-Kämpfer und ein israelischer Offizier getötet sowie zwei weitere israelische Soldaten verletzt, bestätigten libanesische und israelische Quellen.

Ein israelischer Militärsprecher verteidigte den Bruch der Waffenruhe damit, dass es noch keine wirksame Kontrolle entlang der libanesisch-syrischen Grenze gebe. Israel behalte sich weitere Einsätze zur Unterbrechung «terroristischer Aktionen» wie den Waffenlieferungen von Syrien und dem Iran vor.

Der libanesische Regierungschef Fuad Siniora erklärte in Beirut, der Einsatz der «israelischen Besatzungskräfte» verstosse gegen die Vorgaben des UNO-Sicherheitsrates.

UNO-Generalsekretär Kofi Annan schaltete sich ein

Unterdessen hat UNO-Generalsekretär Kofi Annan sich nach dem israelischen Luftangriff auf Libanon mit den Regierungschefs der zwei Länder in Verbindung gesetzt. Das meldete die offizielle libanesische Nachrichtenagentur.

Annan habe mit Ministerpräsident Fuad Siniora gesprochen. Er habe ihm versichert, die UNO würde versuchen, einen weiteren solchen Vorfall zu verhindern.

Der Generalsekretär habe auch mit Israels Ministerpräsident Ehud Olmert über den Zwischenfall geredet, sagte ein Vertreter Israels. Olmert habe dabei betont, wie wichtig die Überwachung des libanesisch-syrischen Grenzraums sei.

Ansonsten ging die Umsetzung der UNO-Resolution weiter. So bezog die libanesische Armee erstmals seit drei Jahrzehnten Stellung an der Grenze zu Israel.

49 von 200 französischen Soldaten eingetroffen

Die Soldaten sollen Unterstützung von Mitgliedern der UNO-Friedenstruppe UNIFIL bekommen. Im Zuge der UNO-Resolution 1701 hatte die libanesische Regierung die Entsendung von 15´000 Soldaten in den Süden des Landes zugesagt.

Zur Verstärkung der UNIFIL-Truppe, die ebenfalls auf 15´000 Soldaten aufgestockt werden soll, trafen am Morgen die ersten 49 der zugesagten 200 französischen Soldaten im Hafen Nakura ein.

(smw/sda)

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