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Brunner fordert konservative Wende in der Bildung
publiziert: Samstag, 23. Aug 2008 / 10:40 Uhr / aktualisiert: Samstag, 23. Aug 2008 / 13:25 Uhr

Sursee - In seinem Referat zum Sonderparteitag hat SVP-Präsident Toni Brunner mit den linken Bildungsreformern seit 1968 abgerechnet. Er rief nach einer konservativen Wende und der Wiederherstellung von Disziplin und Ordnung.

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Lehrer sollen nach Toni Brunners Vorstellungen wieder zu Autoritätspersonen werden. (Archivbild)
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Die linken Gesellschaftsveränderer hätten die Bildungspolitik als Schlüsselgebiet erkannt, sagte Brunner in Sursee LU.

Bei ihrem Marsch durch die Institutionen nach 1968 hätten sie dieses systematisch und mit Erfolg besetzt.

Wer die Bildungspolitik kontrolliere, habe Zugriff auf die Jugend und beeinflusse damit die Zukunft.

Forderung nach mehr Autorität

An den Schulen seien so die bewährten traditionellen Werte liquidiert und ein neues Wert- und Weltverständis umgesetzt worden.

Mit katastrophalem Ergebnis: Die Respektperson sei zum Lehrerkumpel geworden, Leistung sei schlechtgemacht, Schulnoten seien abgeschafft, Ordnung und Disziplin verspottet worden.

Lehrer sollen nach Brunners Vorstellungen wieder zu Autoritätspersonen werden. Disziplin und Ordnung müssten wiederhergestellt werden. «Zum Leben gehört auch das Lernen und Leisten!» Das «Zentralisierungsprojekt» HarmoS dagegen ist für Toni Brunner «ein Versuch der föderalismusfeindlichen Gleichschaltung».

Abstimmung mit Signalcharakter

Dass der Sonderparteitag der SVP im Kanton Luzern stattfindet, ist kein Zufall. Als erster Kanton stimmt Luzern am 28. September über ein Referendum zu HarmoS ab. Am 30. November folgen dann Abstimmungen in Graubünden, St. Gallen, Thurgau und Zürich.

Weil das Abstimmungsresultat Signalcharakter hat, mischen sich auch die nationalen Parteien ein. Die SVP hofft auf ein Nein. SP, FDP und CVP dagegen möchten der Schul-Harmonisierung - im Verein mit der Erziehungsdirektoren-Konferenz (EDK) - zum Durchbruch verhelfen.

Beschlossene Sache ist der Beitritt zu HarmoS in den Kantonen Schaffhausen, Glarus, Waadt und Jura; im Jura scheiterte das Referendum. In Nidwalden wurde Ende Juli das Referendum ergriffen.

(bert/sda)

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Bergschüler lässt grüssen
Ich denke halt, dass gerade Brunner sich über Schulaus- und Weiterbildung nicht äussern sollte. Dafür müsste er doch einen etwas schwereren Schulrucksack mit sich bringen. Einer der eine Bergschule (im wahrsten Sinne des Wortes) besuchte und selbst in diesem fast schon geschützten Umfeld nicht zu bestehen vermochte, sollte sich nicht über Schulreformen, die übrigens der gesamten Schweizer Schuljugend dienen würden, äussern.

Es stimmt zwar, dass Bildung nicht alles ist und das Leben eine Geschichte oft umschreiben kann, so dass ein Spätzünder über sich herauswachsen kann oder durch Glück auch ein minderbemittelter Schüler Hervorragendes leisten kann. Bei Toni Brunner ist mir aber diesbezüglich leider noch nichts aufgefallen.

Und HarmoS ist - gerade im Kanton St. Gallen - so gut wie beschlossene Sache. Alles wurde jahrelang auf diese Harmonisierung hin ausgerichet. Einiges ist zudem gar nicht mehr rückgängig zu machen. Da hätten die lieben SVP-Leute halt etwas früher aufstehen müssen. Auch die Uhrzeit lernt man ja in der Schule - und sicher auch in einer Bergschule.
Bildungspolitik
Diese Idee ist nur gut, wenn sich die SVP selber in Anstand etc. schulen lässt. So wie diese Parteileute mit anderen umgeht, hat sie es nötig. Ordnung und Disziplin werde verspottet... Frage: Wo ist Herr Brunner zur Schule gegangen? Wo sind die anderen SVP Herren (Bsp. Herren Maurer, Mörgeli etc.) zur Schule gegangen?
Gemäss SVP sind immer die anderen Schuld... was hat denn die SVP in den letzten Jahren dagegen gemacht? NICHTS!!
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