Brunner rechnet mit Ja-Parole zu Anti-Minarett-Initiative
publiziert: Samstag, 12. Jul 2008 / 10:21 Uhr / aktualisiert: Samstag, 12. Jul 2008 / 13:50 Uhr

Bern - SVP-Präsident Toni Brunner geht davon aus, dass seine Partei die Ja-Parole zur Anti-Minarett-Initiative fassen wird. Die Initiative stosse in SVP-Kreise auf grosse Unterstützung, sagte er in einem Interview der Zeitung «Bund».

SVP-Präsident Toni Brunner unterstützt die Initiative.
SVP-Präsident Toni Brunner unterstützt die Initiative.
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Die Verantwortung für die Initiative und die Abstimmungskampagne trage aber nicht die SVP, hielt Brunner fest. Am Dienstag hatte das so genannte «Egerkinger Komitee», das aus SVP- und EDU-Politikern besteht, die Unterschriften zur Initiative «Gegen den Bau von Minaretten» eingereicht.

Brunner äusserte sich auch zur Kehrtwende der SVP beim Referendum gegen die Ausdehnung und Weiterführung der Personenfreizügigkeit. Christoph Blocher sei die richtige Person gewesen, um den Verzicht auf das Referendum bekannt zu geben, weil er zuvor als Erster öffentlich erklärt habe, die SVP werde die Ausdehnung der Personenfreizügigkeit bekämpfen.

Blocher gut für die Partei

Blocher habe weiterhin einen grossen Einfluss in der Partei, hielt Brunner fest. «Ich wäre ein schlechter Präsident, würde ich dieses riesige Potenzial nicht nutzen. Zudem fokussieren die Medien weiterhin auf Blocher, und dies können wir positiv nutzen.»

Was die neu gegründete Bürgerlich-Demokratische Partei betrifft, zeigt sich Brunner weiterhin gelassen. Es sei für alle gut, was passiert sei, sagt er. «Jeder soll dort sein, wo es ihm wohl ist.» Zudem wechselten gerade im Kanton Bern vor allem Politiker zur neuen Partei, die «am Ende ihrer politischen Karriere» stünden.

Bei der Personenfreizügigkeit weichen bisher lediglich die Jungpartei und zwei Kantonalsektionen - Luzern und Tessin - von der Linie der Mutterpartei ab. Sie werden sich an der Unterschriftensammlung für das Referendum beteiligen.

(fest/sda)

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Jedesmal, wenn sich Toni Brunner bemerkbar macht, staune ich darüber, dass so viele SVP-ler, unter denen sich viele gestandene Männer und Frauen befinden, den Worten ihres jungen Anführers folgen.
Solange Christoph Blocher hinter ihm steht und ihm vorsagt, was er verkünden soll, mag das gutgehen, aber nachher sehe ich keine Zukunft für TB. Ich würde mir jedenfalls von einem Mann, der mein Sohn sein könnte, keine Vorschriften machen lassen, was ich denken und wie ich wählen soll.
Ein Peter Spuhler, gebildet, lebenserfahren, weltoffen gehörte doch an die Spitze einer Partei, die der Schweiz zu Prosperität verhelfen könnte.
Wer weiss, vielleicht bedauert CB bereits selber, dass er dem jungen Bauernsohn zu so viel Macht verholfen hat.
Fast 115'000 Unterschriften gegen den Bau von Minaretten ...
Wenn ich richtig gerechnet habe, so haben rund 3% der Stimmberechtigten diese Initiative unterschrieben ...

Wenn ich mir denke, dass dies (geschätzt) ein Teil nur derer sind, die KEINE Minarette wollen ..., dann zweifle ich an der Denk- und Differenzierungsfähigkeit von zu-vielen Schweizer Bürgern !

Oder sind das alles Menschen mit einem ausgeprägten Kurzzeitgedächtnis und ebenso kurzsichtigem Sehen, Denken und Fühlen?

Nicht dass ich hier wieder einen parteipolischen Vergleich wage ... es ist aber nicht von der Hand zu weisen, dass es immer wieder in die rechte oder ganz rechte Ecke zeigt, wo so viele mit sich selbst unzufriedene Menschen sich tummeln und gegenseitig aufheizen, ohne zu merken, dass ihnen eigentlich der alleswissende ... FÜHRER abhanden gekommen zu sein scheint!

Puh ... hoffentlich weht der Wind ... mal in eine andere Richtung, dann können sich diese rund 20% Noch-SVPler einmal etwas umdrechen und sehen vielleicht ... ein neues Ziel ... aber nur für sich ganz persönlich und alleine ...!
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