Brunner wettert gegen «politische Klasse»
publiziert: Samstag, 5. Apr 2008 / 18:05 Uhr

Lungern - Der neue SVP-Präsident Toni Brunner hat in Lungern OW zum Kampf gegen die «Machtübernahme durch die politische Klasse» aufgerufen. Wie erwartet haben die Delegierten die Ja-Parole für die eigene Einbürgerungs-Initiative beschlossen.

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Das brisanteste SVP-Thema beschäftigte die Delegierten nur am Rande. Toni Brunner informierte über die am Freitag vom Zentralvorstand beschlossene Forderung an Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf, als Bundesrätin zurück- und aus der SVP auszutreten. Diese wurde von den Delegierten mit grossem Applaus aufgenommen.

Auf eine Diskussion wurde indessen verzichtet. Man will nun ordnungsgemäss vorgehen, die für die Bundesrätin gesetzte Frist verstreichen lassen und abwarten, wie sich allenfalls die Bündner SVP entscheidet - bevor man weitere Schritte unternimmt. Möglich, dass die Delegierten letztlich über den Ausschluss der Bündner SVP entscheiden müssen.

Der neue Parteipräsident nutzte indessen die Gelegenheit zu einem Rundumschlag gegen die Schweiz, wie sie sich nach der Abwahl von Blocher präsentiert. Die Konkordanz sei beendet, die SVP in die Opposition gezwungen worden. Brunner diagnostizierte «eine gefährliche Machtanmassung der politischen Klasse», Überheblichkeit, Geringschätzung und Verachtung des Volkes.

Es sei höchste Zeit zur Gegenwehr

Das dürfe man nicht mehr hinnehmen, meinte Toni Brunner. Es sei höchste Zeit zur Gegenwehr. Man dürfe keine Einschränkungen der Demokratie mehr dulden. Das Volk müsse die «Machtübernahme durch die politische Klasse» stoppen.

Keine Überraschung gab es an der Delegiertenversammlung bei der Parolenfassung für die eigene Einbürgerungs-Initiative, über die am 1. Juni abgestimmt wird. SP-Nationalrat Andy Tschümperlin, der den gegnerischen Standpunkt vertrat, hatte keine Chance. Die Ja-Parole wurde mit 525 zu 1 Stimmen beschlossen.

Für Hochstimmung sorgte indessen die Würdigung verdienter SVP-Exponenten: Ex-Bundesrat Christoph Blocher, Ex-Parteipräsident Ueli Maurer, Ex-Parteisekretär Gregor A. Rutz und Ex-Vizepräsidentin Sylvia Flückiger erhielten je ein «bald schlachtreifes» Schaf - drei weisse und (für Maurer) ein schwarzes.

(dl/sda)

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Grossmaul
Toni Brunnner habe ich noch nie anders als ein Grossmaul erlebt. In jeder Arenasendung, die er vor seiner "Oppositionszeit" rege benützte, zeichnete er sich ausschliesslich durch Dossierunkenntnisse und Inkompetenz aus. So merkt er beispielsweise nicht, wie ihn seine Hintermänner auf die Schlachtbank führen. Sie werden ihn fallen lassen, sobald es ihnen als notwendig erscheint. Und er, er glaubt, er sei ein Winkelried. Dumm, sehr dumm!
Demokratieverständnis?
Das an der Delegiertenversammlung auf eine Diskussion zum Thema Parteiausschluss aus fadenscheinigen Gründen verzichtet wurde, stimmt mich sehr nachdenklich. Weitere Kritik aus den eigenen Reihen um jeden Preis zu verhindern ist einer demokratischen Schweiz nicht würdig. Schade. Liebe SVP-Wähler: wacht auf und werdet zu _richtigen_ liberalen Wählern die sich den alten Konkordanz-Idealen der Schweiz verpflichtet fühlen.
Strickmuster
Sowohl die rechten als auch die linken Strickmuster sind zu einfach und sollten durchschaut werden. Tatsache ist jedoch, dass die Politik global, aber auch in der Schweiz mehr und mehr versagt: Es zeigt sich eben, dass die Moral der Menschen mit dem technisch-wissenschaftlichen Fortschritt nicht Schritt hält. Die Schweiz ist schon lange ein Sanierungsfall: 30 Jahre brauchte es für eine neue Verfassung, die im wesentlichen alte Inhalte in einer moderneren Sprache brachte. Immer mehr Gesetze und Vorschriften werden produziert, die immer weniger eingehalten werden. Beispielsweise ist der schweizerische Parlamentarismus nicht mehr in der Lage, ein eidg. Hundegesetz zu kreieren (in einem Kanton brauche ich eine Bewilligung, um mit meinem Vierbeiner zu spazieren, in anderen nicht - das ist Rückfall ins Mittelalter). Die ganzen Strukturen müssten erneuert werden und v.a. das System der kantonalen Hoheiten gründlich überdacht werden.
SVP - geht's noch dümmer???
Es ist unglaublich, dass sich die SVP als ungehobelte Rechthaberpartei (schade, dass die liberalen Kantonalparteien wie die Bündner und Berner darin untergehen) immer lächerlicher macht. Eveline Widmer-Schlumpf ist SVP-Parteimitglied und im Gegensatz zu Christoph Blocher, welcher eine CVP-Bundesrätin aus seinerzeit rauswarf, anstelle eines Parteikollegen gewählt worden. Aber die SVP ist halt keine Einheitspartei sondern ein Sammelsurium von liberal bis "fastbraun". Und an der Front ein Gruselkabinett mit Exponenten wie Mörgeli, Blocher, Brunner, Schlüer, Fehr etc. Dass diese Partei in einigen Kantonen letzthin zulegte zeigt nicht viel Einsicht bei den Stimmbürgern. Oder es gingen nur die Ewiggestrigen abstimmen. Wer jetzt, mit der Schlammschlacht gegen Widmer-Schlumpf (und bald wieder gegen Schmid) nicht endlich realisiert, wie schlimm, verloren, arrogant und machtgeil diese SVP ist, dem ist definitiv nicht mehr zu helfen ... Dann soll man sich gefälligst nicht mehr über die "dummen" Amerikaner nerven, welche es schafften, zweimal eine Witzfigur wie George W. Bush zu wählen. Wenn das Schweizer Volk zu 30% der SVP die Stimme schenkt ...
Und nun haut Toni Brunner gleich alle in die Pfanne, die "classe politique", einmal mehr. Wie wenn die SVP nicht dazugehören würde ... Selber hat(te) sie Mitglieder, welche bei der IV schmarotz(t)en (Kantonsrat Zürich), aber eben, die "Anderen" sind immer die Bösen ... Die Bündner, Berner etc. sollen die Konsequenzen ziehen und selber aus der Schweizer SVP austreten. Die ist leider vom Zürcher Flügel dominiert. Als Zürcher muss ich mich in anderen Kantonen jeweils schämen, denn da ist man gleich als "SVPler" abgestempelt ... Soweit haben wir es schon gebracht ...
Desolater Zustand der Schweiz
Diesen Zustand haben wir der SVP zu verdanken und nicht den anderen Parteien! Ich habe zwar bei den letzten Wahlen noch einen SVP-Ständerat gewählt, aber mittlerweile sind meine letzten Sympathien für die SVP weg. Wenn das so weitergeht, gehen wir in Richtung Bananenrepublik. Es wäre langsam an der Zeit, wenn die Politik wieder zu den anderen dringenden Tagesgeschäften (für das wir sie ja gewählt haben und sie auch bezahlt sind) übergehen würde. Es kann ja nicht sein, dass wir nun 4 Jahre SVP-Wahlkampf vor uns haben! Die tägliche Berieselung durch die SVP in den Medien ist langsam zu Ch.....!
SVP - Demokratie nein Danke
Offen gesagt macht mir diese SVP angst. Ich habe den Eindruck dass der Zentralvorstand der SVP, wenn Sie von Überheblichkeit, Geringschätzung, Verachtung und Machtmissbrauch redet, ein Bild von sich selbst zeichnet. Eigentlich dachte ich, dass ab einem gewissen Punkt, die SVP wie die anderen Parteien der Schweiz dienen. Das ist naiv aber für mich war die Schweizer Politik ein Partner auf den ich mich, als einfacher Durchnittsbürger, verlassen konnte. Das Verhalten und die Wortwahl vom SVP Zentralvorstand entspricht nicht meiner Schweizer ‚Seele’ und meinem Verständnis und Bild der Schweiz. Ich bin von diesen Personen zutiefst angewidert.
Eine schallende Orfeige für die meisten Pseudojornalisten in der Schweiz.
Jornalisten im herkömmlichen Sinn gibt es ja schon lange nicht mehr.
Wir haben es nur noch mit meinungslosen Abschreiberlingen zu tun.
Hat denn irgend jemand erwartet dass die Beschlüsse der SVP Schweiz nicht bestens abgestützt sind.( Reines wunschdenken der journallie Ringier )
Auch die lautstarken bündner Pöstliinhaber werden sich einen Ausschluss reiflich überlegen müssen, sind sie doch nur durch die Arbeit der Schweizerschen SVP in Ihre Ämter gewählt worden, kaum durch eigene Leistungen.
Warten wir mal die nächsten wochen ab!!!!!
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