Bruno Risi: 'Aller guten Dinge sind drei'
publiziert: Dienstag, 24. Aug 2004 / 15:56 Uhr

Trotz Enttäuschungen in Atlanta 1996 und Sydney 2000 rechnet Bruno Risi damit, dass er am Mittwoch im Madison (mit Franco Marvulli) seine Karriere mit einer Olympia-Medaille krönen kann. Der Urner ist auf dem Holz-Oval ein Profi, aber in seinem Herzen ein Amateur geblieben.

Bruno Risi will es noch einmal wissen.
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Rückblick auf Atlanta 1996. Das olympische Punktefahren hätte für Bruno Risi zum Höhepunkt seiner Karriere werden sollen. Stattdessen erlebte der Urner ein Fiasko. Mit zwei Runden Rückstand auf Silvio Martinello (It) landete der Schweizer abgeschlagen auf dem 17. Platz.

Dabei hatte er nach dem ersten Viertel der 160 Runden an der Spitze gelegen. Dann setzten die Gegner zu einem Rundengewinn an, und Risi war völlig blockiert. Der Urner damals: "Ich wäre am liebsten abgestiegen. Das war das schlechteste Rennen meiner Karriere."

In Sydney Postabgang verpasst

Rückblick auf Sydney 2000. Als Weltmeister seiner Disziplin stand Bruno Risi im Visier seiner Konkurrenten. Bis zur halben Distanz blieben die Aussichten intakt. Dann hatte er im entscheidenden Moment einen Durchhänger und konnte auf den entscheidenden Postabgang nicht reagieren.

Der 12. Platz stellte eine neuerliche Enttäuschung dar, auch wenn Risi steif und fest behauptete, er habe das Beste gegeben, was er zu zeigen in der Lage gewesen sei. Im Madison kam er zusammen mit Kurt Betschart in der Schlussphase beim Versuch eines Rundengewinns beinahe ans Ende des Feldes heran. Dann reagierten die Gegner, und die erhoffte Podiumklassierung wandelte sich in den bedeutungslosen 11. Rang um.

Rennen abgesagt

"Die Olympischen Spiele sind speziell. Wenn ich meine Karriere beschliesse, möchte ich doch sagen können, dass ich auch da erfolgreich gewesen bin." Mit diesen Worten begründet Risi die Tatsache, dass er sich ein drittes Mal ins Olympia-Abenteuer wagt.

Um die letzte Gelegenheit zur Abrundung seines Palmarès richtig vorzubereiten, hat er auf die Teilnahme an einigen Kriterien verzichtet, die ihm einige schöne Startgagen beschert hätten. Anderseits würde ihm selbst eine Olympia-Medaille im Sechstage-Geschäft keine zusätzlichen Einnahmen einbringen. Sein Preis bei diesen Anlässen ist fixiert.

Aller guten Dinge sind drei

Bruno Risi ist ein Vollblut-Athlet. In seinem Palmarés fehle noch etwas. Und dass er wieder einmal in der Favoritenrolle starte und der Druck auf ihm laste, sei nichts Neues, sagte er. Damit könne er längst umgehen, hielt er weiter fest.

Die grösste Unkonstante stellt für ihn der hohe Stellenwert des Anlasses dar: "Vor vier Jahren in Sydney haben die Sixdays-Cracks bei Angriffen der Gegner nur zögerlich zusammengehalten. Dies wird jetzt kaum mehr der Fall sein." Neben seinem ausgeprägten Spürsinn für eine gute Taktik hofft Bruno Risi auf Glück und darauf, dass sich das Sprichwort bewahrheitet: Aller guten Dinge sind drei.

(von Toni Nötzli, Athen/Si)

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