Im Visier der Justiz
Bruno Zuppiger will trotz Strafverfahren bleiben
publiziert: Freitag, 6. Jan 2012 / 14:19 Uhr / aktualisiert: Freitag, 6. Jan 2012 / 21:24 Uhr
Das Verfahren konnte erst nach Ende der Wintersession eröffnet werden.
Das Verfahren konnte erst nach Ende der Wintersession eröffnet werden.

Zürich - Der Druck auf SVP-Nationalrat Bruno Zuppiger wächst. Die Zürcher Staatsanwaltschaft hat am Freitag gegen ihn ein Strafverfahren wegen Veruntreuung und ungetreuer Geschäftsbesorgung eröffnet. Zuppiger will trotzdem Nationalrat bleiben. Er hält sich nach wie vor für unschuldig.

7 Meldungen im Zusammenhang
Bis zum Ende der Wintersession der eidgenössischen Räte am 23. Dezember war der SVP-Politiker aus dem zürcherischen Hinwil vor einer Strafverfolgung geschützt gewesen. Bis zu diesem Datum galt die so genannte «Sessionsteilnahmegarantie». Es konnte deshalb kein Verfahren gegen den Parlamentarier eingeleitet werden.

Nach Sessionsende seien die gegen Zuppiger erhobenen Vorwürfe anhand von Gerichtsakten geprüft worden, teilte die Zürcher Staatsanwaltschaft I mit. Gestützt darauf sei ein formelles Strafverfahren eröffnet worden.

Zürcher SVP würde Rücktritt begrüssen

Trotz des Verfahrens, will Zuppiger von einem Rücktritt als Nationalrat nichts wissen. Er stelle sich auf den Standpunkt, für ihn gelte - wie für jeden andern Bürger - die Unschuldsvermutung, teilte die Zürcher SVP am Freitag mit. Er sei nach wie vor der Ansicht, dass er sich strafrechtlich nichts vorzuwerfen habe.

Die Zürcher Parteileitung würde es hingegen begrüssen, wenn Zuppiger seinen Sitz in Bern räumen würde, wie aus der Mitteilung von Kantonalpräsident Alfred Heer hervorgeht. «Damit hätten unschöne politische Folgediskussionen für ihn selber und für die Partei beendet werden können - und zwar unabhängig davon, was die Strafuntersuchung letztlich ergeben wird.»

Baader: «Es gilt die Unschuldsvermutung»

Die Spitze der SVP Schweiz erfuhr während ihrer Kadertagung im thurgauischen Horn von der neuen Entwicklung im Fall Zuppiger. Fraktionschef Caspar Baader sagte gegenüber der Nachrichtenagentur sda, dass die Eröffnung des Strafverfahrens keine Überraschung darstelle. «Es musste damit gerechnet werden».

Für die Dauer des Verfahrens gelte die Unschuldsvermutung, sagte Baader weiter. Für ihn ändere sich nichts, es liege nach wie vor in den Händen des Beschuldigten oder allenfalls in jenen der Zürcher Kantonalpartei, wie mit dem Fall umgegangen werde.

Am Rande einer Medienkonferenz in Romanshorn TG bezeichnete Nationalrat Christoph Blocher die jüngste Entwicklung als «ausserordentlich bedauerlich». Auf die Frage, ob Zuppiger als Nationalrat noch tragbar sei, sagte Blocher, das müsse dieser selber wissen. Er wolle sich dazu nicht äussern.

(bg/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Zürich - Das Zürcher Bezirksgericht hat den Termin bekanntgegeben, an dem sich der zurückgetretene SVP-Nationalrat ... mehr lesen
Zürcher Ex-SVP-Nationalrat Zuppiger muss im Januar vor Gericht
Anklage gegen Ex-Nationalrat Bruno Zuppiger.
Zürich - Der vor kurzem zurückgetretene Zürcher SVP-Nationalrat Bruno Zuppiger und ... mehr lesen 2
Bern - Der Zürcher SVP-Nationalrat Bruno Zuppiger hat am ersten Tag der Herbstsession seinen sofortigen Rücktritt bekannt ... mehr lesen
Bruno Zuppiger verabschiedet sich aus der Politik.
Zürich - Wird der Zürcher SVP-Nationalrat Bruno Zuppiger angeklagt oder gibt es einen Strafbefehl gegen ihn, muss er aus dem Nationalrat zurücktreten. Diese Abmachung traf die Zürcher SVP-Leitung mit Zuppiger bei einem Gespräch. Der Hinwiler ist überzeugt von seiner Unschuld. mehr lesen 
Bruno Zuppiger verlässt den Gewerbeverband.
Bern - Der wegen einer Erbschaftsaffäre als Bundesratskandidat gescheiterte ... mehr lesen
Weitere Artikel im Zusammenhang
Bundesratswahlen Bern - Der gescheiterte SVP-Bundesratskandidat Bruno Zuppiger räumt Fehler ein, betont aber, dass er sich in der ihm ... mehr lesen 13
Bruno Zuppiger zog sich von der Bundesratskandidatur zurück.
Bruno Zuppiger (Archivbild).
Bundesratswahlen Bern - Die «Weltwoche» beschuldigt den Zürcher SVP-Bundesratskandidaten Bruno Zuppiger in ihrer jüngsten Ausgabe, in einer ... mehr lesen 3
Alles was Recht ist! Gesellschaftsgründungen, Rechtsberatung, Prozessführung etc.
Sie suchen Beratung, Sie brauchen Unterstützung. Sie setzen auf Erfolg und verlangen rasch messbare Resultate.
MENZI & PARTNER AG
Blaufahnenstrasse 14
8001 Zürich
Die Fähre sank obwohl die See ruhig war - nun werden die ...
Anklage wurde erhoben  Manila - Nach dem folgenschweren Fährunglück auf den Philippinen mit Dutzenden Toten ist gegen die Betreiber und die Besatzung des Schiffes Anklage wegen Mordes erhoben worden. Die Anklage wurde in Ormoc erhoben. 
Mindestens 38 Tote bei Fährunglück vor den Philippinen Manila - Bei einem Fährunglück vor den Philippinen sind mindestens 38 Menschen ums Leben gekommen. Über 30 der ...
Titel soll aus den Parteistatuten gestrichen werden  Paris - Im Streit zwischen Vater und Tochter Le Pen ist kein Ende in Sicht: Der Gründer von Frankreichs rechtsextremer Front National (FN), Jean-Marie Le Pen, geht nun gerichtlich gegen den geplanten Entzug seiner Ehrenpräsidentschaft in der Partei vor.  
Titel Forum Teaser
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3134
    In... vielen westlichen Ländern hat man sich mittlerweile an ein hohes Mass ... Mi, 17.06.15 11:38
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3134
    "Doch auch die Zahl der Straftaten insgesamt ging zurück" Mit kosequenten Abschiebungen dürfte die Kriminalität noch um einiges ... Mo, 23.03.15 13:17
  • Kassandra aus Frauenfeld 1380
    Auf das Leben sollten wir uns konzentrieren! sWas nützt mir ein Gott, wenn ich im Ascheregen des Vesuvs ersticke ... Sa, 14.03.15 10:40
  • Cataract aus Zürich 33
    So ein Schwachsinn.... E-Zigaretten unter das Tabakgesetzt zu stellen wäre gleich blöd, wie ... Do, 05.02.15 18:19
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3134
    Die... Asylbewerber können in jedem Land einen Asylantrag stellen, z.B. in ... Mi, 14.01.15 13:01
  • Kassandra aus Frauenfeld 1380
    Die Musen sterben! Es wäre ja eine schöne Sache, wenn alle Waren der Welt überall frei ... Sa, 22.11.14 20:28
  • LinusLuchs aus Basel 95
    Demokratie im Niedergang? Ihre Überlegungen finde ich absolut plausibel und sehr spannend, ... Sa, 22.11.14 11:32
  • Kassandra aus Frauenfeld 1380
    Kapitalismus im Niedergang? Ich möchte mich mal nur auf den Schluss ihres Beitrages konzentrieren, ... Fr, 21.11.14 18:36
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
SO MO DI MI DO FR
Zürich 22°C 30°C leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen
Basel 18°C 32°C leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
St.Gallen 22°C 33°C leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen
Bern 19°C 35°C leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen
Luzern 20°C 35°C leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen
Genf 20°C 37°C leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen
Lugano 23°C 34°C leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen
mehr Wetter von über 6000 Orten