Verkaufszahlen stagnieren
Buchhandel macht weniger Umsatz
publiziert: Donnerstag, 4. Feb 2016 / 13:50 Uhr
Rund 16 Millionen Bücher wurden 2015 verkauft.
Rund 16 Millionen Bücher wurden 2015 verkauft.

Zürich - Während der Buchhandel unter dem starken Franken leidet, freuen sich die Kunden über deutlich tiefere Preise. Doch deswegen kauften sie nicht mehr Bücher. 2015 wurden gleich viele Bücher wie im Vorjahr gekauft, doch der Umsatz sackte um 5,7 Prozent ab.

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Die Zahlen machen es augenfällig: Der Schweizer Buchhandel hat im Zuge der Aufwertung des Frankens gegenüber dem Euro die Preise gesenkt und damit sein Problem mit tiefen Margen verschärft.

Im Durchschnitt kostete 2015 ein Buch in der Schweiz 19,95 Franken. Dabei berücksichtigt sind alle Sparten und alle Editionsformen, wie Hardcover, Taschenbuch und E-Book. Im Jahr zuvor lag der Durchschnittspreis noch bei 21,15 Franken, 2008 gar bei knapp 25 Franken.

Rund 16 Millionen Bücher wurden 2015 in den Buchhandlungen und über Online-Kanäle verkauft, wie der Schweizer Buchhändler- und Verleger-Verband (SBVV) am Donnerstag mitteilte. 82 Prozent davon wurden importiert, vornehmlich aus dem Euroraum.

Daraus resultierte der Druck auf die Preise und damit das Umsatz-Minus von 5,7 Prozent. Bereits im Vorjahr war der Umsatz um 4,9 Prozent zurückgegangen. Tendenziell sinken die Umsätze seit 2009. 2011, als sich der Franken gegenüber dem Euro ebenfalls stark aufgewertet hatte, waren die Umsätze gar um 7,4 Prozent zurückgegangen.

In Deutschland und Österreich besser

Im Vergleich zu den Nachbarländern Deutschland und Österreich schneidet die Schweiz besonders schlecht ab. 2015 büssten die deutschen Buchhändler gegenüber dem Vorjahr 1,7 Prozent Umsatz ein, die österreichischen 1,1 Prozent.

Zu den Verkäufen gedruckter Bücher über Online-Kanäle gibt es in der Schweiz nur Schätzungen. Der SBVV geht davon aus, dass etwa jedes vierte gedruckte Buch in der Schweiz online eingekauft wird. Dieser Anteil hat laut SBVV 2015 leicht zugenommen, während er 2014 etwas abgenommen hatte.

Der Umsatzanteil elektronischer Bücher liegt laut Schätzung des SBVV bei 7 bis 8 Prozent. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einer Steigerung von einem bis zwei Prozent. Im Segment der Bestsellertitel werden bis zu 12 Prozent als E-Book bezogen.

Von den rund 16 Millionen Büchern, die 2015 insgesamt in der Schweiz gekauft wurden, waren rund ein Drittel Romane und 20,8 Prozent Kinder- und Jugendbücher. Dieser Anteil hat im letzten Jahr um 3,3 Prozent und damit zum zweiten Mal in Folge zugelegt.

(bg/sda)

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