Bündner Bär meldet sich zurück
publiziert: Montag, 4. Jun 2007 / 16:36 Uhr

Zernez - Der Braunbär ist nach knapp zwei Jahren Abwesenheit in Graubünden und der Schweiz zurück. Mehrere Personen, unter ihnen ein Jäger, beobachteten am Sonntagabend einen Bären bei Zernez an der Grenze zum Nationalpark.

Es handelt sich um einen ausgewachsenen Bären.
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Im Spöltal, das von Zernez Richtung Ofenpass führt, sei das Tier von den Legföhren an der Waldgrenze bis auf eine Höhe von über 2800 Metern gestiegen. Danach habe der Bär in ein Seitental gewechselt, teilte das Bündner Amt für Jagd und Fischerei mit.

Das Tier gesichtet hatte unter anderen Jäger Fadri Gottschalk aus Zernez, der den Wildhüter des Dorfes, Guolf Denoth, verständigte. Als Denoth im Seitental eintraf, hatte sich der Bär bereits aus dem Staub gemacht. Doch fand Denoth den Abdruck einer Tatze im Schnee und fotografierte die Spur.

Aufgrund der Abdrücke dürfte es sich um ein ausgewachsenes Tier handeln, wie der Bündner Jagdinspektor Georg Brosi auf Anfrage erklärte.

«Scheues Tier»

Die Wildhut versucht nun, Haare und Kot zu finden, um den Bären mit DNA-Analysen zu identifizieren. Zusammen mit den Landwirten und Alpbewirtschaftern wollen die Behörden Massnahmen zum Schutz der Nutztiere ergreifen. Schafalpen, die besonders gefährdet wären, gibt es im fraglichen Gebiet laut Brosi keine.

Der Einwanderer, nach Angaben des Wildhüters ein scheues Tier, stammt vermutlich aus dem norditalienischen Trentino, wo seit Jahren ein Wiederansiedlungsprojekt läuft. Rund ein Dutzend Jungtiere im Alter von ein bis zwei Jahren leben dort. Mit der Rückkehr des Grossraubtieres nach Graubünden ist deshalb gerechnet worden.

Bereits an Pfingsten entdeckt

Bereits an Pfingsten wurde in der Nähe des Stilfserjochs, zwei Kilometer von der Schweizer Grenze entfernt, ein Bär beobachtet. Das Tier bewegte sich im Gelände auf der Südseite des Münstertales, oberhalb der italienischen Ortschaft Trafoi.

Laut Jagdinspektor Brosi ist das im Spöltal beobachtete Tier mit Sicherheit älter als das Jungtier, das auf italienischem Boden gesichtet wurde und sich ebenfalls am Sonntag erneut zeigte. Somit sind im Engadiner Grenzgebiet derzeit zwei Bären unterwegs.

Jahrhundertereignis

Ende Juli 2005 war der Bär nach rund 100 Jahren erstmals wieder in die Schweiz zurückgekehrt.

Zwei Monate hielt sich das Jungtier, von Wissenschaftlern «JJ2» genannt, im Münstertal und Engadin auf und riss in dieser Zeit eine Reihe von Schafen. Seine Spur verlor sich Ende September bei Martina im Unterengadin. Seither ist das Tier verschwunden.

(ht/sda)

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