Bündner SVP: Alleingang, Fusion oder Neugründung?
publiziert: Donnerstag, 22. Mai 2008 / 10:14 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 22. Mai 2008 / 12:52 Uhr

Chur - Ein Alleingang der Bündner SVP nach einer Abspaltung von der Mutterpartei ist für Ständerat Christoffel Brändli keine Lösung. Die Bündner Sektion müsse mit einer anderen Partei fusionieren, fordert er. Brändli favorisiert die FDP.

Eine nur auf Graubünden ausgerichtete Partei ist gemäss Christoffel Brändli kaum eine Alternative.
Eine nur auf Graubünden ausgerichtete Partei ist gemäss Christoffel Brändli kaum eine Alternative.
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Von einem Alleingang hält der derzeitige Präsident der Kleinen Kammer nichts. Eine nur auf Graubünden ausgerichtete Partei sei kaum eine Alternative, schreibt Brändli in einem Beitrag in der «Südostschweiz».

Ohne starke Einbindung in die Bundespolitik mache eine solche Partei keinen Sinn. «Ihre Vertreter in Bern würden zu Marionetten verkümmern», prophezeit Brändli. Daran könne niemand in Graubünden ein Interesse haben.

Mehr Einfluss

Aus Brändlis Sicht wäre es konsequenter, die Partei aufzulösen und einen Zusammenschluss mit einer anderen Partei anzustreben, beispielsweise mit der FDP.

«Auf diese Weise würde der Einfluss in der Bundespolitik sicher grösser als mit einem Alleingang à la Lega», versichert Brändli.

Chance für neue Partei?

Der Bündner SVP-Nationalrat Hansjörg Hassler will eine landesweit agierende Partei mit liberalen Exponenten der Volkspartei gründen, falls die SVP Graubünden aus der Mutterpartei ausgeschlossen wird. Hassler hofft auf Zuzug aus den Kantonen Bern und Waadt.

Im Vordergrund stehe, auf der Basis der Bündner SVP eine kleine nationale Partei aufzubauen, zitierte die «Berner Zeitung» den Parlamentarier. Er werde sich, falls die Sektion tatsächlich aus der Mutterpartei herausgeworfen werde, aktiv für die Gründung einsetzen, bestätigte Hassler auf Anfrage.

(bert/sda)

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