Bündner SVP bleibt standhaft
publiziert: Mittwoch, 2. Apr 2008 / 19:41 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 3. Apr 2008 / 07:18 Uhr

Landquart GR - Die Beschlüsse der Leitung der Schweizer SVP über den Ausschluss von Bundesrätin Widmer-Schlumpf sind bei der SVP Graubünden auf harsche Kritik gestossen. Das Vorgehen werde nicht akzeptiert, sagte Vizepräsident Ueli Bleiker.

Ueli Bleiker, Vizepräsident der SVP Graubünden, hält Ton und Qualität der Vorwürfe der SVP Schweiz für untragbar.
Ueli Bleiker, Vizepräsident der SVP Graubünden, hält Ton und Qualität der Vorwürfe der SVP Schweiz für untragbar.
14 Meldungen im Zusammenhang
Die 33-köpfige Grossratsfraktion, die am Mittwoch in Landquart tagte, stellte sich geschlossen hinter die Bündner Bundesrätin. «Ton und Qualität der Vorwürfe der SVP Schweiz sind untragbar», teilte sie nach der Sitzung mit.

Die von der Mutterpartei skizzierten Ausschlussszenarien würden klar abgelehnt, hiess es. Die Grossratsfraktion erklärte sich bereit, für einen gemeinsamen Weg aller Beteiligten zu kämpfen, sie suche die Gemeinsamkeit aber nicht um jeden Preis. Die eigenständige Haltung der SVP Graubünden bleibe unverzichtbar.

Keine Ausschluss-Gründe

Für einen Ausschluss der SVP Graubünden aus der Mutterpartei gibt es nach Ansicht der Fraktion keine sachlichen Gründe. Die Bündner SVP betrachte sich weiter als Teil der SVP Schweiz mit liberaler Haltung.

Für einen Ausschluss von Eveline Widmer-Schlumpf bestehe kein Anlass. Die Bündnerin sei von der Bundesversammlung gewählt worden und zur Ausübung des Amtes legitimiert - und «im Übrigen auch befähigt». Die am Mittwoch per Communiqué von der SVP Schweiz verbreitete Darstellung des Sachverhalts entspreche nicht der Wahrnehmung der Bündner Grossratsfraktion.

Delegiertenversammlung entscheidet

Eveline Widmer-Schlumpf werde seiner Ansicht nach nicht aus der Kantonalpartei ausgeschlossen, weder von der Geschäftsleitung noch von der Delegiertenversammlung, sagte Vizepräsident Ueli Bleiker der Nachrichtenagentur SDA auf Anfrage. Und die Bundesrätin werde auch nicht vom Amt zurücktreten.

Die von der SVP Schweiz gesetzten Fristen will die Kantonalpartei einhalten. Das bedeutet laut Bleiker, dass die Geschäftsleitung der Bündner SVP die Anträge der Mutterpartei bis am 11. April behandeln wird. Den Delegierten der Kantonalpartei wird die Ausschlussfrage an der Versammlung vom 23. April vorgelegt.

Bundesrätin wird standhaft bleiben

Eveline Widmer-Schlumpf werde sich nicht geschlagen geben, sagte die Präsidentin der SVP Graubünden und neugewählte Regierungsrätin, Barbara Janom Steiner, gegenüber der SDA. Sie sei überzeugt, die Bundesrätin werde dem Druck der SVP Schweiz Stand halten und nicht zurücktreten.

(fest/sda)

Machen Sie auch mit! Diese news.ch - Meldung wurde von 7 Leserinnen und Lesern kommentiert.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Chur - Die Delegierten der SVP ... mehr lesen 2
Widmer-Schlumpf wird vor der Versammlung sprechen.
Eveline Widmer-Schlumpf kann (vorerst) aufatmen.
Chur - Die Geschäftsleitung der SVP Graubünden hat einstimmig beschlossen, der Forderung der SVP Schweiz nicht nachzukommen und Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf nicht bis zum 30. April ... mehr lesen 15
Bern - SVP-Bundesrätin Eveline ... mehr lesen 5
Eveline Widmer-Schlumpf hätte nur mit einem riesigen Sicherheitsaufgebot am Sechseläuten teilnehmen können.
Brunner spreche für das Volk?
Lungern - Der neue SVP-Präsident ... mehr lesen 7
Lungern - Der Zentralvorstand der SVP Schweiz stellt sich hinter den von der ... mehr lesen 5
SVP Präsident Toni Brunner spricht an der Medienkonferenz.
Weitere Artikel im Zusammenhang
Eveline Widmer-Schlumpf bleibt standhaft.
Bern - Bundesrätin Widmer-Schlumpf lässt sich von der SVP-Parteileitung nicht einschüchtern: Sie trete weder aus der Partei aus noch aus der Landesregierung zurück, sagte die Justizministerin ... mehr lesen 7
Bisher wurde noch nie ein Bundesrat oder eine Bundesrätin ausgeschlossen.
Bern - Parteien haben noch keinen ... mehr lesen
Bern - Der gesamte Bundesrat steht ... mehr lesen 2
Bundesrätin Micheline Calmy-Rey hält die Drohung der SVP für unakzeptabel.
Etschmayer Das Theater um Eveline Widmer-Schlumpf geht in die nächste Runde und ans Eingemachte – die SVP droht der Bundesrätin und ihrer Kantonspartei off ... mehr lesen 
Bern - Die Parteileitung der SVP Schweiz fordert Eveline Widmer-Schlumpf auf, bis am 11. April aus der Partei auszutreten. Ausserdem solle sie ihr Amt als Bundesrätin niederlegen. Diese Anträge stellt die Parteileitung zuhanden des Zentralvorstands. mehr lesen  3
Zürich - SVP-Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf hat ihre Teilnahme am Zürcher Sechseläuten abgesagt, wie der Sprecher des Justiz- und Polzeidepartementes, Livio Zanolari, eine Meldung der «Neuen Zürcher Zeitung» («NZZ») bestätigte. mehr lesen  2
Eveline Widmer-Schlumpf sagte am Abend, die Nichtwiederwahl Christoph Blochers habe mit ihrer Person nichts zu tun.
Chur - Die Spitze der SVP ... mehr lesen
Bern - Gemäss einem Gutachten ... mehr lesen 1
Toni Brunner habe Widmer-Schlumpf nahegelegt, ihr Amt niederzulegen.
Alle Achtung! SVP Graubünden
Herzliche Gratulation zur Haltung von SVP Graubünden! Bleiben Sie so standhaft wie bisher.Gründen Sie eine neue Partei unter dem Namen BGB (Bürger, Gewerbe und Bauern-Partei) im Sinne und Geist vom seinerzeitigen Bundesrat F. T. Wahlen oder der heutigen verehrten Frau Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf Sie werden sehen, es werden Sie Leute aus der ganzen Schweiz unterstützen. Eine anständige politische Kultur und eine liberale Haltung wie sie ein grosser Teil der SVP Graubünden pflegt zahlt sich aus!
Es ist für unsere Demokratie eine Gefahr, wenn mit viel Geld Wahlen und Abstimmungen zu gewinnen sind.
Packen sie's an mit Mut und Zuversicht
Bodenlose Frechheit?
Eine bodenlose Frechheit ist, was sich einige SVP-Vertreter erlauben. Frau Widmer-Schlumpf ist demokratisch zur Bundesrätin gewählt worden. Der Gesamtbundesrat und die Mehrheit der Parlamentarier stehen hinter ihr.
Falls wirklich Rückgrat, dann Rücktritt !
das, was sich Frau Widmer-Schlumpf erlaubt hat, ist eine bodenlose Frechheit !
Diese Frau gehört weder in den Bundesrat noch in die SVP !
Was hat denn das Ganze mit der SVP zu tun ? Diese Frau hat die eigene Partei
verraten, sonst hätte sie vor der Abwahl Christoph Blochers gegenüber Ueli Maurer
mit offenen Karten gespielt !
Sie liess sich mit der grössten Konkurrenzpartei der SP auf Gespräche ein und
verheimlichte diese ! Ist denn so ein Verhalten zu akzeptieren ? Sicher nicht !
Ich hoffe, dass diese Frau doch noch soviel Rückgrat besitzt und den Rücktritt gibt !
Auf solche Leute können wir bestens verzichten ! Ich Unterstütze voll und ganz die SVP Zürich !
Jetzt reichts aber!
Alles was recht ist, aber jetzt gehts zuweit, was sich da gewisse (zum Teil selbsternannte und sich bestätigen lassende) Personen gegenüber einer demokratisch gewählten Magistratin erlauben! Da haben wohl einige den Rahmen, den Sinn, aber vor allem den Anstand und Respekt gegenüber der Persönlichkeit und der ganzen schweizerischen Demokratie verloren!
Nein so nicht SVP Schweiz! Es reicht und jetzt ist der Krug endgültig überlaufen!!!!!

Jetzt wird es Zeit, dass sich die Parteibasis überlegt, ob sie sich mit einem solchen Machtgehabe identifiziert oder ob man sich dadurch auch selber auf unsicheren Boden begibt? Denn wer sowas unterstützt (sei es mit der Mitgliedschaft, oder gar mit weiteren Unterstützungen) muss sich eher fragen, ob nicht die schweizerische Parteileitung ausgeschlossen werden sollte!
Bravo SVP Graubünden
Wäre ich im Kanton Graubünden wohnhaft, würde ich dieser SVP beitreten. Mit einer solchen SVP könnte auch ich mich identifizieren.

Walter1
Gratulation
Da kann man den Bündnern nur gratulieren. Es kann doch nicht sein, dass die ganze Schweiz nach der Zürcher Pfeife tanzt!
Wer bestimmt denn eigentlich?
Die wesentliche Frage zum Auschluss der BR Schlumpf kann ja nur durch die SVP -Mitglieder mit Mehrheitsbeschluss beantwortet werden.
Ist noch kein Jornalist auf die Idee gekommen dort mal nach der Stimmung zu fragen?
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Ab dem 11. Mai können Gastrobetriebe unter strengen Auflagen wieder öffnen. In einem ersten Lockerungsschritt sind an einem Tisch maximal vier Personen oder Eltern mit Kindern erlaubt.
Ab dem 11. Mai können Gastrobetriebe unter ...
Publinews Läden, Restaurants, Märkte, Museen und Bibliotheken dürfen wieder öffnen  Bern - Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 29. April 2020 entschieden, die Massnahmen zum Schutz vor dem Coronavirus weiter zu lockern. Ab Montag, 11. Mai 2020, können Läden, Restaurants, Märkte, Museen und Bibliotheken wieder öffnen, in den Primar- und Sekundarschulen darf der Unterricht wieder vor Ort stattfinden und im Breiten- und Spitzensport sind wieder Trainings möglich. Das Fahrplanangebot im öffentlichen Verkehr wird deutlich erhöht. Für die Maturitätsprüfungen können dieses Jahr die Erfahrungsnoten im Zeugnis stehen, über schriftliche Prüfungen für die gymnasiale Maturität entscheiden die Kantone. Die Lockerungen werden durch Schutzkonzepte begleitet. Das Abstandhalten und die Hygienemassnahmen müssen nach wie vor eingehalten werden. Parallel zu diesen Öffnungsschritten werden die Einreisebeschränkungen gelockert. Ab dem 11. Mai soll zudem in allen Kantonen die flächendeckende Rückverfolgung ... mehr lesen  
Auch die Online Medien sollen profitieren  Bern - Die Medien sind für unsere direkte Demokratie von zentraler ... mehr lesen  
Um die Medienbranche bei der digitalen Transformation zu unterstützen, sollen neu auch Online-Medien gefördert werden.
Publinews Bern - Die sukzessive Aufhebung der Massnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie erfordert Anpassungen bei der Entschädigung des ... mehr lesen  
Selbständigerwerbende können trotz allfälliger Öffnung am 11. Mai 2020 bis am 16. Mai weiterhin Kurzarbeitsvergütungen bekommen, wenn das Geschäft wegen hygienischen oder anderen Einschränkungen nicht so schnell an Fahrt aufnimmt.
Titel Forum Teaser
  • melabela aus littau 1
    es geht nicht nur um homosexuelle ich bin eine frau und verheiratet mit einem mann. leider betrifft es ... So, 14.08.16 13:18
  • Pacino aus Brittnau 731
    Kirchliche Kreise . . . . . . hatten schon immer ein "spezielles" Verhältnis zu ... Do, 09.06.16 08:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • Pacino aus Brittnau 731
    Demokratie quo vadis? Wenn die Demokratie den Stacheldraht in Osteuropa-, einen Wahlsieg von ... Mo, 06.06.16 07:55
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Es... muss darum gehen, die Kompetenz der Kleinbauern zu stärken. Das sorgt ... Do, 02.06.16 13:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Kindeswohl egal! Es geht doch vor allem um die eigenen Kinder der Betroffenen. Die ... Do, 02.06.16 08:10
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Verlust der Solidarität: Verlust der Demokratie! Vollständig und widerspruchsfrei beantworten lässt sich das wohl nicht. ... Mi, 01.06.16 00:18
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Unterstützung "Deshalb sind für die Sozialhilfe 267 Millionen Franken mehr und für ... Di, 31.05.16 10:38
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute So Mo
Zürich 11°C 15°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig trüb und nass
Basel 11°C 17°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig wechselnd bewölkt, Regen
St. Gallen 10°C 13°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig trüb und nass
Bern 10°C 15°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig wechselnd bewölkt, Regen
Luzern 11°C 15°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig trüb und nass
Genf 10°C 15°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wechselnd bewölkt, Regen
Lugano 11°C 17°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich anhaltender Regen
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten