Wahlen 2015 - GR/TI
Bündner und Tessiner Politiker verbindet Italianità
publiziert: Donnerstag, 6. Aug 2015 / 16:05 Uhr
Carobbio und Semadeni machen gemeinsame Sache.
Carobbio und Semadeni machen gemeinsame Sache.

Bellinzona - Tessiner und Bündner Politiker kämpfen selten öffentlich für gemeinsame Interessen. Dass die Kantone einiges verbindet, zeigen die SP-Nationalrätinnen Marina Carobbio und Silva Semadeni. Unter anderem kämpfen sie gegen die Schliessung von Poststellen.

Ein schattiges Grotto und Tessiner Liedgut: In diesem Ambiente liessen die beiden einzigen italienischsprachigen SP-Frauen im Nationalrat am Donnerstag die vergangene Legislaturperiode Revue passieren.

In Lumino TI, an der Grenze zwischen dem Tessin und Graubünden, stand dann auch die «Italianità» im Vordergrund, für die sich die beiden Politikerinnen in Bern einsetzen.

Ein besonderes Anliegen sei die Präsenz des Italienischen in der Bundesverwaltung, sagte Marina Carobbio. Ihre Kollegin Silva Semadeni ist erst die zweite Nationalrätin aus Italienisch-Bünden in der Geschichte der Eidgenossenschaft.

2014 wurde ihre Motion zur Förderung von zweisprachigen Schulen im Parlament angenommen: «Wir wollen, dass auch nördlich des Gotthards Italienisch gelernt wird», sagte die Puschlaverin mit Wohnsitz in Chur auf Nachfrage. In Graubünden gebe es zweisprachige Schulen bereits seit dem Jahr 2000.

Tourismus kennt gleiche Krankheiten

Gemeinsame Interessen gebe es auch in der Wirtschaft: Die Hotels in Graubünden und dem Tessin hätten nicht die finanziellen Möglichkeiten, um sich zu modernisieren. Hier könnte der Staat unter gewissen Voraussetzungen unter die Arme greifen, sagte Carobbio.

Wichtig sei es ausserdem, kleine und mittelständische Unternehmen in den entlegenen Tälern Graubündens und des Tessins zu fördern, sagte Semadeni. Gerade der flächendeckende Ausbau des Breitbandinternets gehöre hier zu einer der Kernaufgaben für die nächsten Jahre. Beide Politikerinnen wollen ausserdem dafür kämpfen, dass in den Kantonen keine Postfilialen in kleinen Orten geschlossen werden - sie seien auch ein wichtiger Ort des sozialen Austauschs, sagte Carobbio.

Zu der am Donnerstag bekanntgewordenen Listenverbindung der Bündner SP mit den Grünliberalen sagte Semadeni: «Es ist eine Zweck-Ehe». Mit den Grünliberalen verbinden uns jedoch weit mehr Anliegen als mit den bürgerlichen Parteien, so die Historikerin.

(jz/sda)

.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Zwischen Bodensee und Säntis ist eine Landesausstellung geplant.
Zwischen Bodensee und Säntis ist eine Landesausstellung geplant.
Abstimmung am 5. Juni  Bern - Neben den fünf eidgenössischen Abstimmungsfragen entscheiden am 5. Juni die Stimmberechtigten über zahlreiche kantonale Vorlagen. In den Kantonen St. Gallen und Thurgau wird über das Schicksal der Expo2027 befunden. mehr lesen 
Laut Umfrage  Zürich - Die Zustimmung für die Pro-Service-public-Initiative schmilzt laut einer Umfrage. Doch die Befürworter der Vorlage behalten trotz dem starken Vormarsch der Gegner mit 48 Prozent vorerst die Oberhand. mehr lesen  
Etschmayer Durch ungeschickte Avancen von SBB- und Post-Chefs, droht die Service-Public-Initiative tatsächlich angenommen zu werden. Von bürgerlicher Seite her solle laut einem Geheimplan daher ein volksnaher Alternativvorschlag vor den Wahlen als Killer-Argument gegen die Initiative publik gemacht werden. Dass dieser noch nicht öffentlich ist, liegt mal wieder am Geld. mehr lesen  
Wahlen 2015  Bern/Lausanne - Die SVP hat ihr gutes ... mehr lesen
Migration, Asyl und Flüchtlinge galten bei der Wählerschaft als wichtigstes Problem. (Symbolbild)
Titel Forum Teaser
  • melabela aus littau 1
    es geht nicht nur um homosexuelle ich bin eine frau und verheiratet mit einem mann. leider betrifft es ... So, 14.08.16 13:18
  • Pacino aus Brittnau 731
    Kirchliche Kreise . . . . . . hatten schon immer ein "spezielles" Verhältnis zu ... Do, 09.06.16 08:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • Pacino aus Brittnau 731
    Demokratie quo vadis? Wenn die Demokratie den Stacheldraht in Osteuropa-, einen Wahlsieg von ... Mo, 06.06.16 07:55
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Es... muss darum gehen, die Kompetenz der Kleinbauern zu stärken. Das sorgt ... Do, 02.06.16 13:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Kindeswohl egal! Es geht doch vor allem um die eigenen Kinder der Betroffenen. Die ... Do, 02.06.16 08:10
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Verlust der Solidarität: Verlust der Demokratie! Vollständig und widerspruchsfrei beantworten lässt sich das wohl nicht. ... Mi, 01.06.16 00:18
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Unterstützung "Deshalb sind für die Sozialhilfe 267 Millionen Franken mehr und für ... Di, 31.05.16 10:38
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Mo Di
Zürich 10°C 24°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig freundlich
Basel 11°C 25°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig freundlich
St. Gallen 10°C 22°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig freundlich
Bern 10°C 24°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig freundlich
Luzern 11°C 24°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig freundlich
Genf 12°C 26°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig freundlich
Lugano 17°C 27°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich freundlich
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten