Bürger Neapels protestieren vor Mülldeponie
publiziert: Donnerstag, 3. Jan 2008 / 13:10 Uhr

Neapel - Die Abfallkrise im Grossraum von Neapel spitzt sich zu. Über 2000 Tonnen Unrat türmen sich mittlerweile in der Stadt. Aufgebrachte Bürger demonstrierten vor einer Deponie, die ihrer Ansicht nach die Gesundheit der Anwohner gefährdet.

Der Abfall in Neapel wird mangels Platz auf den Halden teilweise nicht mehr abgefahren.
Der Abfall in Neapel wird mangels Platz auf den Halden teilweise nicht mehr abgefahren.
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Die Deponie am Rande der Stadt ist zwar seit zehn Tagen geschlossen, könnte aber angesichts der Notlage wieder geöffnet werden.

In den vergangenen Jahren seien viele Menschen wegen der krebserregenden Stoffe in der Deponie erkrankt, sagten die Demonstranten. Aus Protest setzten sie einen Bus in Brand.

In Neapel setzten wütende Bewohner riesige Abfallhaufen in Brand. Der Abfall wird mangels Platz auf den Halden teilweise nicht mehr abgefahren und verrottet auf den Strassen. Umweltpolitiker mahnten, von den Bränden könnten giftige Dämpfe entstehen.

EU droht Strafen an

Die EU beobachtet die Krise in Neapel mit Sorge. «In den nächsten Tagen werden wir überprüfen, ob Massnahmen ergriffen werden müssen», sagte ein Sprecher des EU-Umweltkommissars Stavros Dimas nach Angaben italienischer Medien. Italien drohen hohe Strafen und der Verlust von EU-Finanzierungen.

Die Müllkrise in Neapel und der umliegenden Region Kampanien dauert seit Jahren an. Die bestehenden Deponien sind überfüllt, die zuständigen Gemeinden blockieren aber den Bau neuer.

Die Camorra, der neapolitanische Arm der Mafia, hat Interesse daran, dass alles so bleibt, wie es ist, meinen Experte. Denn das organisierte Verbrechen hat schon vor zwei Jahrzehnten an ungenehmigten, illegalen Abfalllagern gut verdient und hat sich in das grosse Geschäft mit der Abfallbeseitigung gedrängt.

(bert/sda)

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