Bund fördert neue Lehrstellen
publiziert: Donnerstag, 10. Nov 2005 / 17:15 Uhr

Luzern - Der Bund will die Kantone bei der Förderung von neuen Lehrstellen mit mehr Geld unterstützen.

Die Betreuung der Lehrmeister soll verbessert werden.
Die Betreuung der Lehrmeister soll verbessert werden.
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An der ersten nationalen Lehrstellenkonferenz in Luzern wurde über mögliche Massnahmen gesprochen.

Auch wenn die Zahl der Lehrstellen in der Schweiz noch nie so hoch war wie jetzt: Es brauche zusätzliche Massnahmen, um vor allem auch leistungsschwächere Jugendliche in die Berufsbildung zu integrieren. Darin waren sich laut Bundesrat Joseph Deiss die Teilnehmer an der Lehrstellenkonferenz einig.

21 Vertreter von Bund, Kantonen, der Wirtschaft sowie der Gewerkschaften waren der Einladung des Volkswirtschaftsministers gefolgt. Nach den Gesprächen sagte Deiss vor den Medien, als erste Massnahme werde er dem Bundesrat beantragen, die Berufsbildungsverordnung zu ändern.

Finanzierung durch Innovationsfonds

Projekte zur Lehrstellenförderung sollen neu nicht mehr zu 60 Prozent, sondern bis zu 100 Prozent aus dem Innovationsfonds des Bundes finanziert werden. Laut Deiss befinden sich in diesem Fonds jährlich zwischen 40 und 50 Mio. Franken. Wer Gesuche stellt, soll zudem administrativ entlastet werden.

Weiter will Deiss die Betreuung der Lehrmeister verbessern und so die Zahl der Lehrabbrüche senken. Zudem will der Bundesrat die Zahl der Lehrstellenförderer erhöhen, und zwar dort, wo sie gebraucht werden, in den Kantonen und vorab in den grossen Agglomerationen.

Skepsis gegenüber «Mister Lehrstelle»

Skeptisch steht Deiss hingegen der von den Gewerkschaften lancierten Idee eines nationalen Lehrstellendelegierten gegenüber. Dennoch will er die Schaffung eines «Misters Lehrstelle» näher prüfen lassen.

Dies war für Paul Rechsteiner, Präsident des Schweizerischen Gewerkschaftbundes, Grund für eine gemischte Bilanz: «Wir stehen vor aussergewöhnlichen Problemen und brauchen aussergewöhnliche Lösungen», sagte er.

Hans Ulrich Stöckling hingegen, Präsident der kantonalen Erziehungsdirektorenkonferenz, war mit den Ergebnissen zufrieden. Er wies auf die fehlenden niederschwelligen Angebote hin; auch die Brückenangebote der Wirtschaft müssten verstärkt werden.

(bert/sda)

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