Aufklärung statt Verbot
Bund hebt Facebook-Sperre auf
publiziert: Mittwoch, 16. Nov 2011 / 12:55 Uhr
Ein Leitfaden informiert über Möglichkeiten und Risiken von Social Media.
Ein Leitfaden informiert über Möglichkeiten und Risiken von Social Media.

Bern - Facebook ist für Bundesangestellte während der Arbeit nicht mehr grundsätzlich tabu. Die seit 2009 geltende Sperre in der Verwaltung wird gelockert: Jedes Departement entscheidet heute selber, ob es seinen Angestellten Facebook erlauben will oder nicht.

5 Meldungen im Zusammenhang
Nebst dem Aussendepartement EDA, das die Facebook-Sperre gar nie eingeführt hat, ist das Soziale Netzwerk nun auch in Doris Leuthards UVEK wieder zugänglich, wie Claudio Frigerio vom Bundesamt für Informatik (BIT) der Nachrichtenagentur sda sagte. Er bestätigte auf Anfrage einen Bericht der Online-Plattform blick.ch.

Ende November erlaubt laut Frigerio auch das Volkswirtschaftsdepartement EVD Facebook wieder. Das BIT ist für die technische Sperrung von Internetseiten zuständig.

In Kraft war die Sperre in den Departementen seit Herbst 2009, als die Departements-Generalsekretäre die Sperrung gemeinsam empfohlen hatten. Trotz eines Appells an die Eigenverantwortung verstopfte Facebook als eine der meistbesuchten Internetseiten zuvor die Bundesleitungen. Lediglich in Ausnahmefällen wurde der Zugang freigeschaltet.

Chancen und Risiken

Von dieser Empfehlung sind die Generalsekretäre nun abgerückt und überlassen den Entscheid jedem einzelnen Departement. Viele Bundestellen nutzen heute selbst Social Media zur Kommunikation. Statt der Sperre sollen die Mitarbeiter für die Möglichkeiten und Risiken der Plattform sensibilisiert werden.

Dazu formulierte das Eidgenössische Personalamt zusammen mit der Bundeskanzlei und dem Informatikstrategieorgan Bund einen Leitfaden zu den Möglichkeiten und Risiken von Social Media. Plattformen wie Facebook, Twitter und YouTube seien «noch öffentlicher als ein Tram oder ein Stammtisch», heisst es darin. Deshalb sollten die Beamten keine geheimen oder internen Informationen preisgeben.

Fragen von anderen Nutzern - beispielsweise Journalisten - sollen Bundesangestellte an ihre Kommunikationsstelle weiterweisen. Die private Nutzung sei zudem auf ein Minimum zu beschränken.

Kein Problem mehr sei das Datenvolumen, das der Facebook-Gebrauch mit sich bringt, sagte Frigerio. Die Infrastruktur werde laufend überprüft und sei heute leistungsfähig genug.

(bert/sda)

Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - Um in seinem Präsidialjahr ... mehr lesen
Die Facebook-Seite soll den Alltag des Bundespräsidenten zeigen.
Facebook Bern - Die Facebook-Sperrung in der Bundesverwaltung erfolgte wegen ... mehr lesen 1
Facabook-Sperre in der Verwaltung: Hans-Rudolf Merz geht davon aus, dass die zurückgewonnene Arbeitszeit vernachlässigbar ist.
Facebook sei in der Bundesverwaltung nach wie vor eine der meistbesuchten Sites.
Facebook Bern - Die sechs Departemente EDI, EJPD, VBS, EFD, EVD, UVEK und die ... mehr lesen
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Auf Social Media-Kanälen sind Schuldner nicht mehr vor Inkassobüros sicher.
Auf Social Media-Kanälen sind Schuldner nicht mehr ...
Social Media Schuldeintreiber in der USA dürfen seit kurzem auch säumige Schuldner per Social Media kontaktieren. Ein entsprechendes Gesetz des Consumer Financial Protection Bureau ist diese Woche in Kraft getreten. Betroffen sind Millionen US-Bürger, einer Umfrage zufolge sollen im Jahre 2017 über 70 Mio. US-Amerikaner von Inkassobüros kontaktiert worden sein. mehr lesen  
Die Kosmetikmarke Lush hat nach eigenen Angaben «endgültig genug» von Facebook, Instagram, TikTok und Snapchat. mehr lesen  
Die Produkte von Lush sind eigentlich wie für den Feed einer durchschnittlichen Instagram-Userin gemacht.
Die sozialen Netzwerke haben in den Leben vieler Menschen einen wichtigen Stellenwert gefunden. Selbst regelrechte Karrieren konnten aus diesen digitalen Neuerungen entstehen, sodass es auch nicht verwunderlich ist, welch Wichtigkeit Videos und Fotos heutzutage haben. mehr lesen  
In Zukunft bessere Privatsphäre auf Googles Android-Handys.
Publinews Kampf dem Tracking  Nachdem Apple das ungefragte Werbetracking von Apps eingeschränkt hat, zieht nun Konkurrent Google nach. Wenn im August das neue ... mehr lesen  
Viele Funktionen können zentral gesteuert werden. Warum? Weil's geht.
eGadgets Smart Home: Bequeme Steuerung der ganzen Wohnung Smart Home Technologien bieten Ihnen eine ...
Domain Namen registrieren
Domain Name Registration
Zur Domain Registration erhalten Sie: Weiterleitung auf bestehende Website, E-Mail Weiterleitung, Online Administration, freundlichen Support per Telefon oder E-Mail ...
Domainsuche starten:


 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute So Mo
Zürich 4°C 9°C trüb und nassleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Schneeregenschauer wolkig, wenig Schnee
Basel 6°C 10°C trüb und nassleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen Schneeregenschauer
St. Gallen 3°C 8°C trüb und nassleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Schneeregenschauer wolkig, wenig Schnee
Bern 1°C 8°C trüb und nassleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Schneeregenschauer wechselnd bewölkt
Luzern 2°C 9°C trüb und nassleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Schneeregenschauer wolkig, wenig Schnee
Genf 3°C 8°C anhaltender Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen wolkig, wenig Schnee
Lugano 2°C 7°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten