Fehler nicht ausgeschlossen
Bund lässt Asylgesuche von Tamilen extern prüfen
publiziert: Donnerstag, 3. Okt 2013 / 20:14 Uhr
Der Bund geht den beiden Fällen auf die Spur.
Der Bund geht den beiden Fällen auf die Spur.

Bern - Das Bundesamt für Migration (BFM) räumt ein, dass bei der Begutachtung der Dossiers von zwei zurückgeschafften Tamilen Fehler nicht ausgeschlossen werden können. Die Tamilen waren nach ihrer Ankunft in Sri Lanka von den örtlichen Behörden verhaftet worden.

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Das Bundesamt lässt die beiden Fälle nun extern prüfen. Ausserdem sollen die Dossiers jener rund 140 Personen untersucht werden, deren Asylgesuche rechtskräftig abgelehnt worden sind und die auf ihre Ausschaffung warten, wie das BFM am Donnerstag mitteilte. Den Auftrag dazu erhalten hat das UNO-Hochkommissariat für Flüchtlinge (UNHCR).

Ende August hatte das Bundesamt die Notbremse gezogen und die Rückschaffung von Tamilen nach Sri Lanka vorläufig suspendiert. Hintergrund ist die Rückschaffung zweier Männer, deren Asylgesuch im Jahr 2011 abgewiesen worden war. Das Bundesverwaltungsgericht erachtete in beiden Fällen den Entscheid als zulässig.

Amnesty International kritisch

Laut BFM verdächtigen die sri-lankischen Behörden die inhaftierten Tamilen, im Dienste der Rebellenorganisation Befreiungstiger von Tamil Ealam (LTTE) gestanden zu haben. Sri Lanka hat eingewilligt, dass Vertreter der Schweiz die beiden Männer besuchen können.

Kritisch äussert sich Amnesty International. «Gerade wenn der Verdacht auf eine LTTE-Zugehörigkeit besteht, hätte die Schweiz diese Männer niemals ausliefern dürfen», schreibt die Menschenrechtsorganisation. Sie begrüsst aber, dass das UNHCR eingeschaltet wird, um die Verfahren auf Mängel zu untersuchen.

(bg/sda)

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