Bund lenkt ein: Wieder Tuberkulose-Kontrollen
publiziert: Freitag, 24. Aug 2007 / 13:41 Uhr / aktualisiert: Freitag, 24. Aug 2007 / 15:57 Uhr

Bern - Aslysuchende aus Ländern mit hohem Tuberkulose-Risiko werden künftig nach der Einreise wieder automatisch zum Arzt geschickt. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) reagiert damit auf eine Forderung der Kantone nach dem Bekanntwerden von Fällen hoch resistenter Tb.

Asylbewerber in einem Erstaufnahmezentrum.
Asylbewerber in einem Erstaufnahmezentrum.
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Bei der ärztlichen Untersuchung soll auch ein Röntgenbild vorgenommen werden, teilte das BAG auf Anfrage der SDA mit. Der Nutzen dieses Vorgehens soll nach einer gewissen Zeit evaluiert werden.

Das bisherige System der Befragungen durch Gesundheitspersonal werde beibehalten. Die neue Regelung gilt für Länder, die nach den Statistiken der Weltgesundheitsorganisation WHO eine bestimmte Tb-Epidemieschwelle überschreiten. Wo die Schwelle angesetzt wird, muss erst noch von einer Arbeitsgruppe festgelegt werden.

Restrisiko reduzieren

Eine vermehrte Zuweisung und Abklärung bei Personen aus Hochrisiko-Gebieten reduziere das Restrisiko, schreibt das BAG. Auch mit systematischen Röntgenbildern bei allen Asylsuchenden könne aber nicht garantiert werden, dass jede Tuberkuloseerkrankung erkannt werde.

Die kantonalen Gesundheitsdirektoren hatten das BAG gestern bei einem Treffen dazu aufgefordert, die Wiedereinführung von Röntgenuntersuchungen an der Grenze zu prüfen.

Tuberkulose-Fall in Emmen

Der Bund kaum auch in die Kritik, weil er im Mai zu wenig schnell über den Fall eines tuberkuloserkrankten Asylsuchenden informiert hatte.

Es handelt sich um einen Asylbewerber aus Afrika, der im Mai aus der Waadt nach Emmen LU gekommen war und dort schwer erkrankte.

(ht/sda)

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