Bund prüft Lager im Tessin für straffällige Asylbewerber
publiziert: Sonntag, 5. Feb 2012 / 11:43 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 5. Feb 2012 / 12:03 Uhr
Kriminelle und straffällige Asylbewerber sollen gesondert untergebracht werden.
Kriminelle und straffällige Asylbewerber sollen gesondert untergebracht werden.

Bern - Straffällige Asylbewerber sollen im Tessin in gesonderten Lager untergebracht werden. Der Chef des Bundesamtes für Migration, Mario Gattiker, zeigt sich offen für die Idee des Tessiner Lega-Staatsrates Norman Gobbi.

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«Kriminelle und straffällige Asylbewerber schaden unserem Asylsystem», sagte Gattiker in einem Interview, das in der «SonntagsZeitung» erschien. Da die Kantone für die Sicherheit zuständig seien, würden deren Vorschläge genau angeschaut.

«Niemand spricht von einem Internierungszentrum», stellt Gattiker klar. Wenn Asylbewerber aber die öffentliche Ordnung und Sicherheit gefährdeten, sollten diese nach dem Willen der Tessiner Behörden gesondert untergebracht werden.

«Ich bin für diese Idee offen, denn wir wollen auch nicht, dass die grosse Mehrheit der Asylbewerber, die sich richtig verhält, unter dieser Minderheit leidet.» Über den Vorschlag der Tessiner Kantonsregierung berichtete auch die Zeitung «Sonntag».

Konkret sollten Richter einem straffällig gewordenen Asylbewerber beispielsweise verbieten können, ein bestimmtes Quartier zu betreten. «Tut er das trotzdem, könnte der Strafrichter diese Person einsperren lassen.» Der Tessiner Lega-Regierungsrat Norman Gobbi möchte dafür Container ausserhalb Chiasso aufstellen.

Im Tessin kommt es laut Gattiker immer wieder zu Problemen mit Asylbewerbern. Die 134 Plätze in der Empfangsstelle Chiasso seien voll ausgelastet, vor allem mit jungen Männern, sagte er. Als Massnahme finanziert der Bund deshalb ein Projekt zur Tagesbeschäftigung der Asylsuchenden mit 70'000 Franken.

(asu/sda)

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Wer hätte das gedacht . . .
. . ., dass wir schon so bald wieder nach Lagern rufen. Eine verfehlte Migrationspolitik hat uns in diese Lage gebracht, die einmal mehr auch die Schattenseiten des unreflektierten Gutmenschentums aufzeigt. Ein ähnliches Beispiel sehen wir in Deutschland, wo mit hohen Sozialabgaben letztlich die Arbeits- und Obdachlosenzahlen sogar angestiegen sind.
Mehrheit...
"die große Mehrheit der Asylbewerber, die sich richtig verhält"
Die große Mehrheit der Asylbewerber versuchen nach wie vor mit Lügen, Betrügen den Aufenthalt in der CH zu erreichen.
Das ist insbesondere gegenüber echten Flüchtlingen unfair, ja gerade verächtlich.
Die große Mehrheit der Asylbewerber in der CH sind nach wie vor Lügner und Betrüger die sich nicht "richtig verhält", da braucht man sich gar nichts selber in die Tasche lügen.
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Anthony Patt ist Professor für Mensch-Umwelt-Systeme an der ETH Zürich.
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