Bund sieht in Wasserkraft noch Potenzial
publiziert: Montag, 4. Jun 2012 / 15:18 Uhr / aktualisiert: Montag, 4. Jun 2012 / 16:22 Uhr
Bis 2050 soll ein Wasserkraftwerk 3,2 Terrawattstunden Strom erzeugen können.
Bis 2050 soll ein Wasserkraftwerk 3,2 Terrawattstunden Strom erzeugen können.

Bern - Die Wasserkraft könnte in der Schweiz bis 2050 um 3,2 Terawattstunden (TWh) im Jahr ausgebaut werden, ohne dass Umwelt- und Gewässerschutzbestimmungen geändert werden müssten. Zu diesem Schluss kommt eine am Montag veröffentlichte Studie des Bundesamts für Energie (BFE).

Professionelle Beratungsdienstleistungen in den Bereichen Windkraft, Photovoltaik und Biogas
6 Meldungen im Zusammenhang
3,2 TWh entsprechen in etwa der Jahresleistung des Atomkraftwerks Mühleberg. Um den jährlichen Ausbau zu erreichen, müssten sich allerdings die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen verbessern, teilte das Bundesamt mit.

Ohne diese Verbesserungen und unter den heutigen Nutzungsbedingungen beziffert das BFE das Ausbaupotenzial noch auf rund 1,5 TWh pro Jahr.

Um den optimalen Ausbau zu erzielen, müssten Grosswasserkraftwerke gebaut, bestehende Grossanlagen ausgebaut und kleinere Wasserkraftwerke erstellt sowie ausgebaut werden.

Mehrleistung von 1,43 TWh erwartet

Von neuen Grosswasserkraftwerken erwartet sich das BFE im Idealfall eine Mehrleistung von 1,43 TWh, unter heutigen Nutzungsbedingungen würde eine Steigerung von 0,77 TWh drinliegen. Ob sich grosse Wasserkraftanlagen allerdings realisieren lassen, beurteilt das Bundesamt unterschiedlich.

Eine Realisierungswahrscheinlichkeit haben der Einschätzung nach im idealen Szenario vier Grossprojekte in Graubünden und drei im Wallis. Unter den geltenden Bedingungen schätzt die Studie die Realisierungswahrscheinlichkeit geringer ein.

Hemmschuhe identifiziert

In die Energiestrategie 2050 für den Ausstieg aus der Atomenergie wird beim Ausbau der Wasserkraft die neue Grösse von 3,2 TWh als Richtwert aufgenommen, wie das BFE mitteilte. Die Energieperspektiven werden entsprechend angepasst.

Die Zahlen dürfen gemäss BFE nicht darüber hinwegtäuschen, dass die tatsächliche Umsetzung des Potenzials mit grossen Unsicherheiten verbunden ist, etwa mit dem Strompreis.

Den Ausbau der Wasserkraft hemmen gemäss der BFE-Erhebung fünf Faktoren: Ökologie, wirtschaftliche Einflüsse, Raumplanung, gesellschaftliche Hindernisse und Bewilligungsverfahren. Zu deren Überwindung listet das Amt verschiedene Lösungsansätze auf.

(bg/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - Wasserkraftwerke sollen in national bedeutenden Landschaften und Naturzonen erleichtert gebaut oder ausgebaut ... mehr lesen
Das neue Wasserkraftwerk Rheinfelden wurde 2011 fertiggestellt.
Bern - Der Ständerat verlangt ein ambitiöseres Ziel für die Stromproduktion mit Wasserkraft. Zur Höhe sollen die Kantone und ... mehr lesen
Wasserkraftwerk in Rheinfelden.
Gastautor Christian Wasserfallen ist Nationalrat FDP und Mitglied der Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie UREK.
Soll der künftige Strommix nur annähernd mit der eingeschlagenen Klimapolitik ... mehr lesen
ETH-Zukunftsblog Vor einem Jahr habe ich in diesem Blog versucht, die Energiepolitik in 10 Thesen zusammenzufassen. Eine dieser ... mehr lesen
Gastautor Alec von Graffenried ist Nationalrat der Grünen und Mitglied der nationalrätlichen Kommission für Rechtsfragen.
Weitere Artikel im Zusammenhang
Schweizerinnen und Schweizer verbrauchen 2011 weniger Strom.
Bern - Der Stromverbrauch in der Schweiz ist im vergangenen Jahr gesunken, und ... mehr lesen
Professionelle Beratungsdienstleistungen in den Bereichen Windkraft, Photovoltaik und Biogas
Der Bund zeigt sich beim Thema Energie zufrieden.
Der Bund zeigt sich beim Thema Energie ...
Energiewende 2050  Bern - Die Kantone leisten mit ihren Förderprogrammen einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung der Energie- und CO2-Ziele des Bundes. Dies zeigt der jährliche Bericht, den das Bundesamt für Energie (BFE) am Dienstag veröffentlichte. 
Das Vertrauen in die Technik ist gross.
Nationalratskommission will Langzeitkonzepte für Atomkraftwerke Bern - Die Energiekommission des Nationalrates (UREK) will die Betriebsdauer von Atomkraftwerken nicht ...
Ergebnis wird dadurch verhagelt  Bern - Die Energiewende in Europa hat das Geschäftsmodell der Axpo unrentabel gemacht. Dies zwingt den Stromkonzern der Kantone ...  
Axpo muss weitere Abschreibungen auf ihre Kraftwerke hinnehmen.
Axpo-Verwaltungsratspräsident Robert Lombardini ist gegen eine Dividendenauszahlung.
Kantone müssen um Axpo-Dividende bangen Baden - Nach dem erneuten Milliardenabschreiber beim Stromkonzern Axpo müssen die Besitzerkantone auch um ihre Dividenden in ...
Titel Forum Teaser
  • Kassandra aus Frauenfeld 1001
    Ein zweischneidiges Schwert... Der Tagi schrieb am 29.12.2013: "Innerhalb von nur vier Jahren wurden ... gestern 20:05
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2441
    Lediglich... eine Show-Veranstaltung der Organisation "Gewählte Stimme". Die Show ... Mi, 17.09.14 16:57
  • KangiLuta aus Wila 208
    Kassandra Sehr guter Kommentar! Ich frage mich sowieso schon lange, warum sich ... Mi, 17.09.14 12:18
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2441
    Was... für ein Glück, das es die ECRI gibt, in diesen trüben Zeiten! Ja, und ... Di, 16.09.14 16:05
  • Kassandra aus Frauenfeld 1001
    Die Macht der Gewohnheit Schneider-Ammann sagt, Steueroptimierung sei schweizerisch. Das ist ... Mo, 15.09.14 18:30
  • Kassandra aus Frauenfeld 1001
    Die Zeiten haben sich eben verändert! Was früher vielleicht einmal gang und gäbe war, ist heute obsolet. Es ... So, 14.09.14 16:37
  • Kassandra aus Frauenfeld 1001
    Recht hat er! Und es würde mich nicht wundern, wenn auch die SVP auf der ... So, 14.09.14 16:23
  • Espion aus Meisterschwanden 1
    Lächerlich Als würde auch nur eine Firma in der Schweiz Arbeitsplätze aus ... So, 14.09.14 13:06
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
SA SO MO DI MI DO
Zürich 13°C 18°C leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen
Basel 13°C 19°C leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen
St.Gallen 15°C 21°C leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen
Bern 15°C 23°C leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen
Luzern 16°C 23°C leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen
Genf 16°C 23°C leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen
Lugano 16°C 22°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
mehr Wetter von über 6000 Orten