Bund will im Frühling wieder Zugvögel untersuchen
publiziert: Montag, 13. Feb 2006 / 17:11 Uhr

Bern - Der Bund will auch im Frühling wieder Zugvögel auf Vogelgrippeviren untersuchen. Wo und in welchem Umfang, ist noch nicht entschieden.

Die Gefahr die vom baldigen Vogelzug ausgeht, wird viel geringer eingeschätzt als im Herbst.
Die Gefahr die vom baldigen Vogelzug ausgeht, wird viel geringer eingeschätzt als im Herbst.
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Laut Experten ist die Gefahr einer Einschleppung des Virus durch den Vogelzug aber geringer als im letzten Herbst.

Das Bundesamt für Veterinärwesen (BVET) werde in den nächsten Wochen entscheiden, wie die Zugvogel-Überwachung genau durchgeführt werde, sagte Mediensprecher Marcel Falk auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Das Programm werde auf die Überwachung des Hausgeflügels abgestimmt.

Bei der Untersuchung der Zugvögel wird das BVET wie im letzten Herbst mit der Schweizerischen Vogelwarte zusammenarbeiten. Diese hat denn auch bereits «ein paar Ideen» zur Umsetzung, wie der wissenschaftliche Leiter der Vogelwarte, Lukas Jenni, sagt. Genaueres will er aber nicht sagen.

Nur zwei Entenarten kommen von Afrika in die Schweiz

Jenni schätzt die Gefahr, die vom Vogelzug ausgeht, auch nach den jüngsten Vogelgrippefällen bei Schwänen in Süditalien viel geringer ein als im Herbst. Damals zogen tausende Wasservögel aus sibirischen Vogelgrippe-Gebieten in ihre Winterquartiere in die Schweiz.

Nur zwei Entenarten, die Knäckente und die Spiessente, kämen von Afrika in die Schweiz, sagt Jenni. Diese paar tausend Exemplare der beiden Entenarten durchflögen zudem das Land. Bloss etwa alle zwei Jahre gebe es hierzulande eine Brut einer Knäck- oder einer Spiessente.

Dass die kranken Schwäne selber aus Italien hierher fliegen, schliesst Jenni aus. Die Tiere seien wohl vom Balkan nach Italien geflogen. In die Schweiz würden sie nicht weiterziehen. Trotzdem ist laut Jenni unklar, wie die Fälle in Italien die Wahrscheinlichkeit beeinflussen, dass Wildvögel das Virus in die Schweiz bringen.

Man wisse nicht, ob und wie die kranken Tiere in Süditalien das Virus weitergäben. Laut Jenni könnte es zum Beispiel sein, dass sich das Virus unter den italienischen Wasservögeln verbreitet und sich so langsam Richtung Norden ausbreitet.

(smw/sda)

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